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Sommer im Frühling - 30 Grad in NRW

Es wird heiß - erstes Freibad hat schon geöffnet

NRW Sonne und heiße Temperaturen geben in Nordrhein-Westfalen mitten im April einen Vorgeschmack auf den Sommer. Das erste Freibad hat seit Mittwoch schon geöffnet.

Es wird heiß - erstes Freibad hat schon geöffnet

Die warmen Temperaturen locken die Menschen an die Seen, Flüsse und in Biergärten. Die meisten Freibäder öffnen allerdings erst im Mai. Foto: picture alliance / Friso Gentsch

Vor allem entlang des Rheins könnte am Donnerstag die 30-Grad-Marke geknackt werden, prognostiziert Stefan Külzer, Diplom-Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst. „Sommer gibt es dann aber in ganz NRW“, sagt er. Auch in Ostwestfalen, dem Münsterland und dem Ruhrgebiet klettern die Temperaturen auf rund 28 Grad. Dass es im Frühlingsmonat April sommerlich werde, komme durchaus vor. Echte Hitze sei aber um diese Jahreszeit selten. So wurde der Rekordwert von 30 Grad Mitte April zuletzt 1949 gemessen.

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Der Sommer im Frühling sorgt nun sogar mancher Orts für einen frühzeitigen Freibad-Start: Schon seit Mittwoch können Wasserratten beispielsweise im Freibad Bornekamp in Unna Abkühlung finden. „Der Kiosk ist reichlich bestückt, die Getränke gekühlt, neue Eissorten warten darauf, getestet zu werden! Auf eine wunderbare Saison!“, locken die Betreiber auf der Internetseite des Bades.

Dass Freibäder ihre Eröffnung angesichts des Sommer-Intermezzos vorzögen, dürfte aber nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen die Ausnahme bleiben. Regulär starten die meisten Freibäder Anfang oder Mitte Mai in die Saison. „Vor zwei Wochen haben wir ja noch Eis gekratzt, so schnell können die Bäder nicht reagieren“, sagt Joachim Heuser, Sprecher der Interessenvertretung der Badbetreiber. Nach einem langen Winter müsse zunächst viel Arbeit in die Anlagen gesteckt werden: Frostschäden beseitigen, Rasen mähen, ein neuer Anstrich für die Umkleiden. „Alleine das Aufbereiten und Erwärmen des Wassers dauert mehrere Tage“, sagt Heuser.

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Leichter haben es da die unzähligen Biergärten und Restaurants mit Außenbereich. „Die Gastronomen profitieren von dem schönen Wetter“, sagt Thorsten Hellwig, Sprecher des Deutschen Hotel und Gaststättenverbandes (Dehoga) Nordrhein. Die Schwelle aus- und wegzugehen sei bei Sonnenschein viel niedriger als bei klassischem Aprilwetter.

Möglichkeiten, die Sonne mit einem kühlen Getränk, bei Kaffee und Kuchen oder auf der Terrasse eines Restaurants zu genießen seien dabei in den letzten zwei Jahrzehnten immer zahlreicher geworden. „Wer kann, schickt seine Gäste vor die Tür“, sagt Hellwig und gießt auch gleich wieder Wasser in den Wein: Durch ein Mehr an Außengastronomie gebe es auch immer mehr Reibungspunkte mit Anwohnern, die sich gestört fühlten. „Mit dem Start in die Freiluft-Saison gilt auch diesmal wieder unser Appell an Anwohner, Gastronomen und Gäste: Vertragt euch, redet miteinander“, sagt Hellwig.

So sind leidgeprüfte Biergartennachbarn vielleicht die einzigen, die sich freuen, dass der Sommer im April vorerst nur einen kurzen Auftritt hat: Schon am Wochenende soll es laut DWD nicht mehr so heiß sein. Ab Montag drängen sich dann Wolken zwischen die Sonne, es kühlt sich ab und kann immer wieder regnen. Aprilwetter eben.

dpa

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