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Boxen

Ex-Champion Joe Frazier gestorben

PHILADELPHIA Die Großen des Box-Sports trauern um Joe Frazier. "Die Welt hat einen großen Champion verloren", sagte der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Muhammad Ali in einem Statement über seinen einstigen Rivalen.

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Joe Frazier erlag mit 67 Jahren seiner Leberkrebserkrankung. Foto: Ramin Talaie

Joe Frazier erwischt am 08.03.1971 vor 20.500 Zuschauern im New Yorker Madison Square Garden Muhammad Ali (l) Foto: dpa

In Runde 15 muss Muhammad Ali (l) nach einem Kopftreffer von Joe Frazier im «Kampf des Jahrhunderts» angezählt werden. Foto: dpa

Muhammad Ali (l) trifft am 30.09.1975 mit einer Linken Joe Frazier am Kopf im «Philippine Coliseum» in Manila. Foto: dpa

Joe Frazier im Frühjahr 1971 auf Deutschlandtour. Foto: dpa

Im März 2010 zeigte Joe Frazier bei einem Pressetermin in Sydney seine Beweglichkeit. Foto: Tracy Nearmy

Stilvoll am Ring: Joe Frazier schaute sich gern Kämpfe an. Foto: Mick Tsikas

«Ich werde mich immer mit Respekt und Bewunderung an Joe erinnern. Meine Sympathie gehört seiner Familie und seinen Freunden.» In den 70er Jahren hatten sich Frazier und Ali drei legendäre Kämpfe geliefert.

Frazier war am Montagabend im Alter von 67 Jahren in seinem Haus in Philadelphia im Kreise seiner Familie gestorben. Der frühere Schwergewichtsweltmeister war schwer an Leberkrebs erkrankt. Die Erkrankung war erst vor wenigen Wochen diagnostiziert worden.Klitschkos trauern

«Joe Frazier war der erste Champion, den ich verfolgt und studiert habe. Ich wollte unbedingt gegen ihn kämpfen», schrieb George Foreman, ebenfalls einstiger Gegner Fraziers, auf seiner Homepage. «Sprechen Sie über Joe Louis, über Muhammad Ali, auch über mich, aber Tatsache ist: Es gibt nur einen 'Smoking Joe', 'The One and Only Joe Frazier'. »Der aktuelle WBC-Weltmeister Vitali Klitschko ließ mitteilen: «Mein Bruder und ich sind sehr traurig über den Tod von Joe Frazier. Er war einer der ganz Großen des Schwergewichts. Seine drei Kämpfe gegen Muhammad Ali gehören zweifellos zu den Klassikern der Sportgeschichte. Als großartiger Champion und durch sein soziales Engagement hat Joe sehr viel für den Boxsport getan.»

Frazier war der jüngste Spross einer Familie mit zwölf Kindern. Er gewann als erster Schwergewichtler überhaupt zunächst die olympische Goldmedaille - 1964 in Tokio im Finale gegen Hans Huber aus Regensburg - und in der Folge den WM-Titel bei den Profis. 1990 wurde Frazier in die International Boxing Hall of Fame aufgenommen.

Seine Karriere ist eng mit dem Namen Muhammad Ali verbunden. Dreimal standen sie sich im Ring gegenüber, alle drei Kämpfe gingen in die Box-Geschichte ein. Nachdem Frazier sich am 16. Februar 1970 in New York den WM-Gürtel gegen Jimmy Ellis durch K.o. geholt hatte, verteidigte er am 8. März 1972 im New Yorker Madison Square Garden gegen Ali. Dabei war es «Smokin' Joe» gelungen, den Herausforderer in der 15. Runde mit einem linken Schwinger auszuheben und Ali seine erste Niederlage als Profi beizubringen.

Die nächsten beiden Duelle gegen Ali verlor Frazier. Im legendären «Thriller von Manila» - dem letzten Aufeinandertreffen der beiden - gewann Ali am 1. Oktober 1975 durch Technischen K.o. in der 14. Runde. Beide hatten sich gnadenlos bekämpft und sagten später, sie seien in dem Fight dem Tod nahe gewesen. Lange Jahre hatten sich die beiden auch zwischen den Kämpfen verbal attackiert.

Seinen WM-Titel hatte Frazier nach vier erfolgreichen Titelverteidigungen am 22. Januar 1973 in Kingston auf Jamaika gegen Foreman durch technischen K.o. verloren. 1976 zog er sich aus dem aktiven Boxsport zurück, sein Comeback-Versuch 1981 brach er nach nur einem Kampf ab. Von seinen 37 Profi-Kämpfen gewann Frazier 32, 27 davon durch K.o. Nur gegen Ali und Foreman verlor er jeweils zweimal.

Geboren: 12. Januar 1944 in Beaufort, South Carolina Gestorben: 7. November 2011 in Philadelphia Sportart: Boxer Gewichtsklasse: Schwergewicht, Profi von 1965 bis 1976; erfolgloses Comeback 1981

als Amateur: Olympiasieger 1964 in Tokio, Finalsieg gegen den Regensburger Hans Huber als Profi: Weltmeister am 16. Februar 1970 in New York durch K.o. gegen Jimmy Ellis; WM-Kampf gegen Herausforderer Muhammad Ali am 8. März 1971 in New York - insgesamt viermal den Titel erfolgreich verteidigt

als Profi: WM-Kampf gegen Herausforderer George Foreman am 22. Januar 1973 in Kingston/Jamaika durch technischen K.o.; gegen Muhammad Ali am 28. Januar 1974 in New York nach Punkten; gegen Muhammad Ali am 1. Oktober 1975 in Manila/Philippinen durch technischen K.o. („Thrilla in Manila“); gegen George Foreman am 15. Juni 1976 in Uniondale/New York durch technischen K.o.

37 Kämpfe - 32 Siege/4 Niederlagen/1 Unentschieden, 27 K.o.-Siege

Aufnahme in die „International Boxing Hall of Fame“ 1990     

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Joe Frazier erlag mit 67 Jahren seiner Leberkrebserkrankung. Foto: Ramin Talaie

Joe Frazier erwischt am 08.03.1971 vor 20.500 Zuschauern im New Yorker Madison Square Garden Muhammad Ali (l) Foto: dpa

In Runde 15 muss Muhammad Ali (l) nach einem Kopftreffer von Joe Frazier im «Kampf des Jahrhunderts» angezählt werden. Foto: dpa

Muhammad Ali (l) trifft am 30.09.1975 mit einer Linken Joe Frazier am Kopf im «Philippine Coliseum» in Manila. Foto: dpa

Joe Frazier im Frühjahr 1971 auf Deutschlandtour. Foto: dpa

Im März 2010 zeigte Joe Frazier bei einem Pressetermin in Sydney seine Beweglichkeit. Foto: Tracy Nearmy

Stilvoll am Ring: Joe Frazier schaute sich gern Kämpfe an. Foto: Mick Tsikas

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