Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Experte: Porsche-Chef blockiert Karmann

OSNABRÜCK/RHEINE Ein alter Streit zwischen Porsche und dem Osnabrücker Cabriobauer und Fahrzeugbau-Zulieferer Karmann ist nach Ansicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer Grund für das Ausbleiben eines Auftrags von Volkswagen - und damit für die derzeitige Krise bei Karmann.

Anzeige
Experte: Porsche-Chef blockiert Karmann

Der Karmann Ghia Typ 14: Markenzeichen der Firma.

Karmann habe in den 90er Jahren Porsche erfolgreich wegen eines Ideenklaus verklagt, sagte Dudenhöffer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ Dies sei ein Fehler gewesen. Nachdem Porsche größter Aktionär bei VW geworden sei, blockiere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking die Vergabe neuer Aufträge an das Osnabrücker Unternehmen, obwohl Karmann Cabrios viel günstiger herstellen könne als VW selbst. 

Karmann will 1770 Stellen abbauen

Karmann hatte angekündigt, wegen fehlender Aufträge sollten bis zum kommenden Jahr 1770 Stellen gestrichen werden. Im Werk Rheine 900 der 1000 Arbeitsplätze sollten bis zum dritten Quartal 2008 wegfallen. Am Standort solle aber festgehalten und weiter Dachsysteme gefertigt werden. Im Osnabrücker Stammwerk sollen den Angaben zufolge innerhalb eines Jahres rund 870 Stellen gestrichen werden.

Sollte es bis 1. Juli 2008 keinen Folgeauftrag geben, ist laut Karmann eine Schließung des Fahrzeugbaubereichs nicht ausgeschlossen. Dudenhöffer sagte, ein neuer Fahrzeugauftrag für Karmann sei „die marktwirtschaftlichste Lösung, die man sich vorstellen kann“. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) müsse daher vermittelnd eingreifen, um den drohenden Abbau von fast 1800 Stellen bei Karmann zu verhindern

  

Anzeige
Anzeige