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Experten: Nichtraucher besser schützen

DÜSSELDORF Mediziner und Suchtexperten haben eine Verschärfung des geplanten Nichtraucherschutzgesetzes gefordert.

Experten: Nichtraucher besser schützen

Experten gehen die Nichtrauchergesetze nicht weit genug.

„Die zahlreichen Ausnahmeregelungen im Gesetz werden die Gesundheit von zahlreichen Menschen in Nordrhein-Westfalen gefährden“, sagte Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum für Tabakkontrolle am Mittwoch bei einer Anhörung im Düsseldorf Landtag. Die geplanten Raucherzimmer in Kneipen sollten aus dem Gesetz gestrichen werden. Bedienstete und Besucher von Gaststätten würden nur durch ein komplettes Rauchverbot geschützt.

Auch Raphael Gaßmann von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen forderte eine Vereinfachung und Klarstellung des Schutzgedankens im Gesetz. „Es wird der Akzeptanz dieses Gesetzes schaden, wenn es durch zahllose Ausnahmetatbestände umgangen werden kann“, sagte Gaßmann. Gerade junge Menschen würden zum Rauchen ermuntert, wenn der Tabakkonsum wie im Gesetz vorgesehen bei „geschlossenen Gesellschaften“ oder in Raucherzimmern von Kneipen weiterhin gestattet sei.

Beschluss noch in diesem Jahr

Bei der Anhörung des Sozial- und Gesundheitsausschusses sollen weitere Wissenschaftler, Tabakgroßhändler, Gastwirte und sonstige Betroffene ihre Meinung zum vorliegenden Gesetzentwurf der schwarz-gelben Koalition abgeben. Das Gesetz soll noch in diesem Jahr beschlossen werden und am 1. Januar 2008 in Kraft treten. Nach einer Übergangsfrist soll das Rauchverbot ab Juli 2008 auch für Kneipen und Restaurants gelten.

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