Explosion zerstört Haus, Warnstreik bei der Post, neues Open-Air-Gelände

Studentin im Bus-Laderaum eingeschlossen

Mitarbeiter der Post treten in zehn Städten in NRW in den Warnstreik, Düsseldorf bekommt ein neues, riesiges Gelände für Open-Air-Konzerte mit bis zu 100.000 Zuschauern. Im Sauerland zerstört eine Explosion eine komplette Hauswand, eine Studentin wird im Laderaum eines Reisebusses eingeschlossen: Hier ist das Morgen Update.

NRW

, 22.02.2018, 08:19 Uhr / Lesedauer: 4 min
Explosion zerstört Haus, Warnstreik bei der Post, neues Open-Air-Gelände

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Der Verkehr

 

Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • In Olsberg im Sauerland ist ein Mann bei einer Explosion in einem Wohnhaus schwer verletzt worden. Wie die Polizei des Hochsauerlandkreises am Mittwochabend mitteilte, wurde eine Hauswand des Einfamilienhauses im Ortsteil Elleringhausen komplett zerstört. Der schwer verletzte Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Das Haus sei nicht mehr bewohnbar. Die Ursache der Detonation ist laut Polizei Gegenstand von Ermittlungen.
  • Düsseldorf bekommt ein neues Gelände für größere Open-Air-Konzerte. Es werde auf dem Parkplatz „P1“ der Düsseldorfer Messe geschaffen, sagte eine Sprecherin der Messe. Bis zu 100.000 Zuschauer könnten dort Platz finden. Der Geschäftsführer der Congress Sport & Event GmbH in Düsseldorf, Michael Brill, sagte der „Bild“-Zeitung: „Damit haben wir hier ein Alleinstellungsmerkmal, bieten Stars für ihre Tourneen etwas Besonderes.“ Mit dem Projekt reagiere man auf einen Trend in der internationalen Musik-Branche. Laut Brill treten die großen Stars zunehmend lieber seltener, dafür aber vor größerem Publikum auf.
  • Auf die US-Botschaft in dem kleinen Adriastaat Montenegro ist ein Anschlag verübt worden. Ein Mann habe kurz nach Mitternacht offensichtlich eine Handgranate auf das Botschaftsgebäude in der Hauptstadt Podgorica geworfen und sich dann mit einer zweiten Handgranate selbst umgebracht, berichteten die Regierung und örtliche Medien. Die US-Botschaft empfahl ohne weitere Einzelheiten, die Nähe zu dem attackierten Gebäude zu meiden. Die Botschaft sei aber nicht beschädigt worden, hieß es.

Einsatzkräfte der Polizei sichern nach dem Anschlag die Umgebung der US-Botschaft in Montenegros Hauptstadt Podgorica.

Einsatzkräfte der Polizei sichern nach dem Anschlag die Umgebung der US-Botschaft in Montenegros Hauptstadt Podgorica. © dpa

  • In Österreich ist eine Studentin im Laderaum eines Fernbusses eingeschlossen worden und dort eine Stunde zwischen Koffern unterwegs gewesen. Als sie ihr Gepäck verstaute, habe der Busfahrer vom Fahrersitz aus die Klappe des Laderaums verriegelt, wie die Polizei berichtete. Das Klopfen der jungen Frau hörte niemand. In ihrer Not wandte sie sich über die App Jodel an die Mitleser und fragte um Rat. „Ich würde die Polizei rufen“, lautete ein naheliegender Hinweis. Der alarmierte Busfahrer konnte die 21-Jährige nach einstündiger Fahrt aus dem Gepäckraum befreien. Sie setzte ihre Fahrt auf dem gebuchten Platz fort.

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Verdi hat die Mitarbeiter der Post an zehn Standorten in NRW zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind Dortmund, Duisburg, Essen, Hagen, Münster, Herford, Köln, Bonn, Düsseldorf und Siegen. In den vergangenen Wochen hatten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter dreimal getroffen und im Tarifkonflikt keine Einigung erzielt. Verdi fordert sechs Prozent mehr Geld für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten in Deutschland. Bei Kundgebungen in Köln und Dortmund werden mehrere Hundert Post-Beschäftigte erwartet.
  • Kanzlerin Angela Merkel gibt im Bundestag eine Regierungserklärung zum EU-Gipfel ab. Im Zentrum dürfte die künftige Finanzplanung der Union stehen. Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs der 27 bleibenden EU-Länder wollen bei dem Treffen am Freitag in Brüssel erstmals über die EU-Finanzen nach 2020 sprechen. Dann fehlen wegen des Brexits bis zu 14 Milliarden Euro aus Großbritannien. Es gibt innerhalb der 27 Mitglieder deutliche Differenzen, wie auf diese Haushaltsausfälle reagiert werden soll.
  • Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt darüber, ob Fahrverbote für Dieselautos in Städten rechtlich zulässig sind. Ein Urteil bereits am Donnerstag gilt als möglich. Es könnte eine bundesweite Signalwirkung haben. Seit Jahren werden in vielen Städten Schadstoff-Grenzwerte nicht eingehalten. Dabei geht es um Stickoxide, die als gesundheitsschädlich gelten. Der Verkehrsbereich, darunter vor allem Dieselautos, trägt nach Angaben des Umweltbundesamts rund 60 Prozent zur Belastung bei.

Jetzt lesen

  • Im Prozess um den Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn soll ein wichtiger Zeuge aussagen. Er hatte die festgefahrenen Ermittlungen vor vier Jahren wieder ins Rollen gebracht. Der Angeklagte soll dem 43-Jährigen die Tat im Gefängnis von Castrop-Rauxel gestanden haben. Dort saßen beide wegen anderer Delikte ein. Dem 51 Jahre alten Angeklagten wird zwölffacher Mordversuch aus Fremdenhass vorgeworfen. Er bestreitet die Tat. Bei dem Anschlag waren am 27. Juli 2000 zehn Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich.
  • Ob der Begriff „Glen“ in Verbindung mit Whisky typisch schottisch ist, wird heute der zuständige Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof (EuGH) erörtern. Sein Schlussantrag ist meist wegweisend für das Urteil, das in einigen Wochen erwartet wird. Geklagt hatte der schottische Whisky-Verband SWA gegen ein Produkt der Waldhornbrennerei in Berglen bei Stuttgart. Deren Whisky heißt „Glen Buchenbach“. Der Streit vor verschiedenen Gerichten läuft schon seit fünf Jahren.
  • Hollywoodstars wie Naomi Watts und Liam Neeson sowie zahlreiche nationale TV- und Filmschauspieler werden heute zur Goldenen Kamera in Hamburg erwartet. Das ZDF überträgt die von Steven Gätjen moderierte Show am Abend (20.15 Uhr) live. Schauplatz für die Gala der Funke Mediengruppe ist erneut das Messegelände. Während die ARD zeitgleich den Vorentscheid für den Eurovision Song Contest (ESC) überträgt, treten bei der Goldenen Kamera zwei ESC-Gewinner auf: Lena Meyer-Landrut (2010) und Conchita (2014).
  • Beim Vorentscheid für den Eurovision Song Contest stimmen die Fernsehzuschauer ab, wer mit seinem Lied für Deutschland nach Lissabon reist. Um das Ticket nach Portugal bewerben sich die Künstler Xavier Darcy, Ivy Quainoo, Ryk, Michael Schulte, Natia Todua und die Volksmusik-Gruppe voXXclub. Das ESC-Finale in Lissabon ist am 12. Mai.
  • Die deutsche Biathlon-Staffel der Frauen um Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier und die Mannschaft der ebenfalls äußerst erfolgreichen Nordischen Kombinierer haben bei den Winterspielen heute beste Chancen auf Gold. In Pyeongchang startet das Weltmeister-Quartett bei den Skijägerinnen ebenso in der Favoritenrolle wie das Team der Kombinierer um die Olympiasieger Eric Frenzel und Johannes Rydzek von der Großschanze.
  • Borussia Dortmund geht mit dünnem Polster in das Sechzehntelfinal-Rückspiel der Europa League, RB Leipzig mit guten Aussichten. Der BVB muss nach dem 3:2- Heimspielerfolg gegen Atalanta Bergamo im Rückspiel in Reggio Emilia heute (21.05 Uhr/Sport 1 und Sky) den knappen Vorsprung gegen den Tabellenachten der Serie A verteidigen. Die Leipziger können vor eigenem Publikum mit einem 3:1-Polster gegen den SSC Neapel erstmals den Sprung ins Achtelfinale der Europa League schaffen (21.05 Uhr/Sky).
  • Weltmeister Mercedes und Herausforderer Ferrari stellen ihre neuen Formel-1-Autos vor. Um 13.10 Uhr wird der neue Silberpfeil von Titelverteidiger Lewis Hamilton in Silverstone enthüllt. Knapp zwei Stunden später wird der neue Ferrari von Sebastian Vettel präsentiert. An diesem Montag beginnen auf dem Grand-Prix-Kurs bei Barcelona die offiziellen Testfahrten. Die Saison startet am 25. März im australischen Melbourne. Mercedes gewann in den vergangenen vier Jahren jeweils die Fahrer- und Konstrukteurswertung.

Hier geht es zum täglichen Update von Borussia Dortmund und Schalke 04.


Heute vor...

....75 Jahren wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl, Mitglieder der studentischen Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“, in München hingerichtet.

Das ist in den sozialen Netzwerken los:

Zum Tag der Muttersprache haben am Dienstag einige Polizeidirektionen ausnahmsweise aufs Hochdeutsche verzichtet. So verbreiteten die Beamten in Pirna Meldungen auf Sächsisch. Dieser Tweet wirbt für eine Zugreise nach Magdeburg, auf der die Polizisten für Sicherheiten sorgen.

Die Polizei in Frankfurt am Main twitterte mögliche Reaktionen von Beamten bei einer Verkehrskontrolle: 

Die Polizei in Schleswig-Holstein berichtete auf Plattdeutsch von einer Familie, die wegen eines fremden Hundes im Haus Alarm schlug: