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„Faszinierender Sport“ feierte Premiere in Heek

Taekwondo-Meisterschaft in der Heeker Kreuzschule

Mit den offenen Deutschen Taekwondo-Meisterschaften hat die Abteilung des SV Heek ihr erstes großes Turnier ausgerichtet – und dabei auch Titel gewonnen.

von Helmut Schwietering

Heek

, 20.03.2018
„Faszinierender Sport“ feierte Premiere in Heek

In verschiedenen Altersklassen flogen bei der offenen Deutschen Meisterschaft die Füße und Fäuste © Helmut Schwietering

Rinze Tangenberg schlürft seinen Kaffee und genießt die kurze Pause während der Kämpfe zur ersten offenen Taekwondo-Meisterschaft des SV Heek in der Sporthalle der Heeker Kreuzschule. Viele Sportler haben einen weiten Anfahrtsweg in Kauf genommen, um hier dabei zu sein und Weiß ist an diesem Tag die alles bestimmende Farbe in der Sporthalle.

„Wir sind alle eine große Familie, unabhängig von Verband , Organisation und Verein“ – in diesem Punkt ist er sich mit allen Verantwortlichen einig und wenn jemand das weiß und lebt, dann er. Seit 55 Jahren ist er in diesem Sport aktiv und die Leidenschaft hat ihn nie losgelassen. „Jeder kann hier mitmachen – wir sind für alle Altersgruppen offen“ so sein Hinweis an alle, die Interesse haben, sich diesem faszinierenden Sport zu nähern.

85 Sportler sind ständig in Bewegung

Viel Gewusel herrscht an diesem Sonntag in der Halle, denn die zehn Mannschaften mit 85 Sportlern sind ständig in Bewegung. Die Jüngsten sind gerade sechs Jahre und mit Begeisterung bei der Sache. Es gibt Urkunden und Medaillen zu gewinnen und die Motivation ist entsprechend groß. Es ist alles bestens organisiert und viele Freiwillige haben geholfen, die Halle einzurichten. Drei Wettkampfmatten liegen verteilt in der Halle und auch für die Kampfrichter sind entsprechende Sitzgelegenheiten geschaffen worden.

Kleine Jungs und Mädels hüpfen durch die Halle; ausgestattet mit speziellen Schuhen und Schutzkleidung für den Wettkampf. Bei den Vorprüfungen laufen sie sogar barfuß, ohne kalte Füße zu bekommen. Es gibt eine Mannschafts- und eine Einzelwertung. Jeder kämpft in den sogenannten Pools in fünf Gruppen und zwar jeder gegen jeden. Anschließend geht es im Eins-gegen-eins weiter und die Punkte werden zusammengezählt. Erst dort beginnen auch die Kämpfe und es wird richtig spannend. Die Fäuste und Füße fliegen förmlich durch die Luft auf der Jagd nach Punkten. Nicht die Kraft steht hier im Vordergrund, sondern Technik und Reaktionsvermögen sind entscheidend und bieten an allen drei Matten für die Zuschauer Spannung pur.

Gäste aus den Niederlanden

Jacob Blouw betreibt eine eigene Taekwondoschule in den Niederlanden und unter anderem auch deswegen haben sich viele niederländische Sportler angemeldet. Sie sind schon am frühen Morgen losgefahren, um pünktlich in Heek zu sein. Urkunden und Medaillen erhalten neben den Sportlern auch die Trainer und Kampfrichter. Letztere haben den schweren Job, die Entscheidung über Sieg und Niederlage zu treffen. Heben sie den linken Arm, hat der Sportler links gewonnen und umgekehrt. Enttäuschung und Freude sind hier besonders bei den jüngeren Teilnehmern dicht beieinander und sorgen für die entsprechende Stimmung.

Die sehr erfolgreiche WM im letzen Jahr hat der Taekwondo-Abteilung des SV Heek nochmals einen Schub gegeben und aktuell ist sogar die OGS von der Bischof-Martin-Schule in Heek-Nienborg auf die Verantwortlichen zugekommen, um im Rahmen der Betreuung der Schüler Taekwondotraining anzubieten. Weitere Highlights warten auch schon auf die Sportler, denn die nächsten Wettkämpfe stehen bereits wieder vor der Tür. Unter anderem ist auch erneut die Teilnahme an einer WM geplant. Auch die Heeker wollen wieder eine Mannschaft an den Start schicken.

Für den gastgebenden SV Heek errang Hanna Wolters die Goldmedaille. Über Silber freuten sich Marcel Mulder. Jeweils die Bronzemedaille holten die Heeker Len Probst, Michael Vasin, Amelie Borgers und Naomi Bonke.