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Ferienwohnung: Verluste können abzugsfähig sein

München/Berlin (dpa/tmn) Auch dauerhafte Verluste bei der Vermietung von Ferienwohnungen oder -häusern können bei der Steuer angesetzt werden. So sind zum Beispiel Abschreibungen auf Gebäude und Inventar sowie laufende Kosten unter Umständen in Abzug zu bringen.

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Dies ist selbst bei mehrjährigen Verlusten möglich. Das geht aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs in München hervor, auf das der Bund der Steuerzahler in Berlin hinweist. In dem Urteil gingen die Richter davon aus, dass die Vermietung einer Ferienwohnung nicht als Hobby betrieben wird - und das gelte auch dann, wenn über einen längeren Zeitraum nur Verluste erwirtschaftet werden (Az.: IX R 48/06).

Steuerzahler müssen allerdings nachweisen, dass sie die Wohnung regelmäßig vermieten. Als Maßstab werden dazu die «ortsüblichen Belegzeiten» herangezogen. Auskünfte dazu, was ortsüblich ist, erhalten Vermieter beim Touristenbüro, erläutert der Steuerzahlerbund. Um nachzuweisen, dass die Wohnung «regelmäßig» vermietet wird, dürfe sie nicht mehr als 25 Prozent der üblichen Belegzeit leer stehen. Nach Einschätzung des Verbands werden Verluste aus dem Betrieb einer Ferienwohnung oft nicht steuerlich berücksichtigt. Viele Finanzbeamte versuchten, die Vermietung einer Ferienwohnung als «reine Liebhaberei» abzutun.

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