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Flüchtige Gerüchte um Gazprom

ESSEN/BERLIN Der Wirbel um den milliardenschweren russischen Gazprom-Konzern reißt nicht ab. Das jüngste Gerücht: Die Russen machen dem deutschen Branchenprimus E.ON-Ruhrgas im Kampf um die Stadtwerke an Rhein und Ruhr Konkurrenz. Eine Ente, wie unsere Recherchen zeigen.

Flüchtige Gerüchte um Gazprom

Ein Gazprom-Firmengebäude in Moskau. Die Gerüchte um den russischen Gas-Multi reißen nicht ab.

Eine Zeitung berichtete, Gazprom unterbiete die Gaspreise des Essener Konzerns deutlich. Den Stadtwerken und damit den Haushalten als Endkunden winkten Preisvorteile.

Auf Anfrage unserer Zeitung dementierte Gazprom Deutschland den Bericht. Sprecher Burkhard Woelki: „Da ist nichts dran“. Gazprom werde sich nicht das eigene Geschäft abgraben. Der Konzern ist über die Tochter Wingas in Deutschland aktiv. Auch E.ON Ruhrgas und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) winkten ab. „Da will jemand auf den Putz hauen‘“, hieß es lapidar beim VKU. Zuletzt hatte Gazprom als vermeintlicher Interessent an RWE-Aktien herhalten müssen.

Stadtwerke wollen günstigeres Gas

Handfester als die anhaltenden Gerüchte um den russischen Riesen ist das Interesse der Stadtwerke an günstigerem Gas. So bestätigte eine Sprecherin der bislang von Ruhrgas belieferten SWK Stadtwerke Krefeld AG, dass ihr Unternehmen zurzeit „verschiedene Angebotspreise“ prüfe.

Auch die Dortmunder Stadtwerke, die sich von Ruhrgas und RWE versorgen lassen, halten sich „im Interesse der Kunden alle Optionen offen“. Eine Ausstiegsklausel aus dem laufenden Vertrag bietet sich nach Angaben eines Sprechers im Herbst 2008.

Wettbewerb zwingt Ruhrgas zur Reaktion

Rainer Wieck vom Energie-Informationsdienst sieht die Stadtwerke „in einer komfortablen Situation“. Die Diskussion um mehr Wettbewerb werde vom Gesetzgeber angeheizt. Und letztlich müsse auch Ruhrgas auf neue Konkurrenten reagieren.

Wenn es sie denn gibt.

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