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Franz Müntefering besuchte Kinderheilstätte

Wahlkampf

NORDKIRCHEN Der ehemalige Vizekanzler und SPD-Chef Franz Müntefering und der Landtagsabgeordnete André Stinka besuchten am Donnerstag die Kinderheilstätte in Nordkirchen. Natürlich ein Stück Landtagswahlkampf. Aber die Gäste nahmen sich Zeit, um die Heilstätte kennen zu lernen und intensiv mit den Verantwortlichen zu reden.

von Von Matthias Münch

, 15.04.2010

In der Diskussion war von Wahlkampf nichts zu spüren. Geschäftsführer Andreas Wachtel, der kaufmännische Leiter Thomas Pliquett und Schulleiter Norbert Heßling führten den ehemaligen Vizekanzler und seine Begleiter über das Gelände der Heilstätte und durch die Maximilian-Kolbe-Schule.

  In Fachräumen erfuhren Müntefering und Stinka einiges über den praktischen Unterricht und versuchten sich z. B. an einer Nähmaschine. „Meine Naht verläuft hart links an der Kante“, stellte Müntefering mit einem Schmunzeln fest. Nach dem Rundgang setzten sich Gäste und Gastgeber, u.a. auch Wohnheimleiter Franz-Josef Baumann, Kindergartenleiterin Maria Arnschink, die Leiterin der Frühförderstelle Gabriele Luven, Nordkirchens SPD-Vorsitzende Petra Schröer und Bürgermeister Dietmar Bergmann, im Lehrerzimmer zusammen.

Franz Müntefering warb für den Gedanken der „Inklusion“: Behinderte Menschen dürften nicht aussortiert, sondern müssten überall und von Anfang an in die Gesellschaft integriert werden. Bei den Praktikern stieß er dabei auf ein gewisses Maß an Skepsis. Wie sollen Behinderte einen Job auf dem freien Arbeitsmarkt finden, wenn es dort schon Haupt- oder Realschüler schwer haben, fragte etwa Franz-Josef Baumann.   Am Ende lagen die Gesprächspartner gar nicht weit auseinander. Franz Müntefering räumte ein, dass Einrichtungen wie die Kinderheilstätte wichtig seien, „vor allem wenn sie so gut in die Gemeinde integriert sind wie hier“. Müntefering versprach, die Erfahrungen aus Nordkirchen mit in seine politische Arbeit zu nehmen.