Freitag wird heißester Tag des Jahres - Waldbrandgefahr steigt

Hitzewelle NRW

Bis auf 38 Grad sollen die Temperaturen am Freitag in NRW steigen. Am Wochenende soll es regnen, trotzdem wird die Höchstbrandstufe erreicht. Die Folgen machen sich bemerkbar.

NRW

24.07.2018, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
In Düsseldorf wässern Feuerwehrmänner Bäume in der Innenstadt. Die Stadt Dortmund dagegen hat die Bürger aufgefordert, die Bäume selbst zu wässern.

In Düsseldorf wässern Feuerwehrmänner Bäume in der Innenstadt. Die Stadt Dortmund dagegen hat die Bürger aufgefordert, die Bäume selbst zu wässern. © dpa

Die Temperaturen steigen diese Woche immer weiter an. Am Donnerstag knackt Dortmund voraussichtlich die 36-Grad-Marke - doch trotz extremer Hitze wird der Temperaturrekord in NRW nach Einschätzung der Wetterexperten in den kommenden Tagen nicht geknackt.

Der kommende Freitag werde zwar der bislang heißeste Tag des Jahres, dann stiegen die Temperaturen auf bis zu 38 Grad, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Essen mit. Der Rekord aus dem Jahr 2003 werde aber nicht gebrochen. Damals erreichte der Stadtteil Merkenich in Köln schweißtreibende 39,6 Grad.

Feuerwehr bereitet sich auf Waldbrände vor

Auch am Freitag gehört die Domstadt wieder zu den Spitzenreitern bei den Temperaturen, in Düsseldorf und der Umgebung der Landeshauptstadt wird es ebenfalls besonders heiß. In Dortmund wird es bis zu 34 Grad warm. Dorsten, Haltern und das Münsterland kommen auf bis zu 35 Grad. Gewitter und Regen sind dann für das Wochenende vor allem am Samstag angesagt.

Mit den Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr in NRW, am Wochenende wird trotz des Regens die Höchstbrandstufe erreicht. Der Landesbetrieb Wald und Holz warnt vor Waldbränden. Um diese zu bekämpfen, steht der Feuerwehr in NRW ausreichend Personal zur Verfügung, versicherte Verbandssprecher Christoph Schöneborn. Vor allem auf dem Land sei die Freiwillige Feuerwehr gefragt. Löschflugzeuge habe die Feuerwehr zwar nicht, aber es gebe genug Personal vor Ort.

Landwirte klagen über Ernteausfälle

Und so machen sich die Folgen der Hitzewelle in Dortmund bemerkbar: Der Wasserverbrauch kann bei den hohen Temperaturen bei 600.000 Einwohnern von 125.000 Kubikmetern am Tag auf bis zu 185.000 Kubikmeter steigen. Die Landwirte in Dortmund müssen bereits Ernteausfälle einbüßen. Auch in Haltern haben die Bauern mit der Hitze zu kämpfen.

In Dortmund hat die Stadt ihre Einwohner aufgefordert, die Bäume mit zwei Eimern Wasser am Tag selbst zu wässern. Das Tiefbauamt kommt nicht mehr hinterher, deshalb sollen Anwohner ihren „Straßenbaum“ selbst mit 10 Litern Wasser am Tag versorgen.

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Mit Material von dpa

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