Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Klinik in Lippstadt

Frühchen in Krankenhaus nach Keiminfektion gestorben

LIPPSTADT Ein Frühchen ist im Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt nach einer Keiminfektion gestorben. Nach dem Tod des kleinen Jungen verhängte die Klinik einen Aufnahmestopp für die Station. Doch drei weitere Frühchen, die auf der Station untergebracht sind, sind bereits infiziert.

/
Ein Neugeborenes ist im Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt nach einer Keiminfektion auf der Frühchenstation gestorben.

Ein Neugeborenes ist auf der Frühchen-Station in Lippstadt gestorben.

Im Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt ist ein Frühchen nach einer Keiminfektion gestorben. Nach dem Tod des drei Wochen alten und gerade einmal 840 Gramm schweren Jungen am 2. Januar verhängte die Klinik einen Aufnahmestopp für die Station, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Zuerst hatte der WDR berichtet.

Spuren des Bakteriums wurden zwar im Siphon eines Waschbeckens gefunden, berichtete der Sprecher weiter. Ob die Stelle der Keimherd ist, sei aber unklar. Weitere Proben und Analysen seien notwendig, um sicherzugehen, dass sich die Keime nicht weiter ausbreiten.

Zwei Frühchen mit Antibiotika behandelt

Das Frühchen hatte sich mit dem Bakterium „Serratia marcescens“ angesteckt. Der Keim gehört zur Familie der Darmbakterien, die für gesunde Menschen in der Regel ungefährlich sind. Frühgeborene Kinder haben aber oft ein sehr schwaches Immunsystem.

Derzeit befinden sich in dem Krankenhaus in Lippstadt sieben Neugeborene auf der Frühchenstation. Drei von ihnen seien ebenfalls mit dem Keim infiziert. Ein Antibiotikum zeige aber Wirkung und ihr Zustand sei stabil, sagte der Sprecher. Die Behandlung sei üblicherweise nach wenigen Tagen abgeschlossen. Die Kinder werden getrennt von den anderen Neugeborenen versorgt.

Über welchen Weg der Keim auf die Station kam, wird sich wahrscheinlich nicht feststellen lassen. "Das ist nicht herauszufinden, gerade bei solchen Keimen, die praktisch jeder Mensch in sich trägt", so der Sprecher des Krankenhauses.

Ähnlicher Fall vor zwei Jahren

Bereits im Juli 2014 war ein Mädchen auf der Frühchenstation des Krankenhauses nach einer Keiminfektion gestorben. Damals hatte sich ein Darmkeim ausgebreitet, der gegen normale Antibiotika resistent ist. Auch damals war die Station vorübergehend geschlossen worden.

LIPPSTADT Nach dem Tod eines Mädchens auf einer Frühchen-Intensivstation in Lippstadt ist die Quelle der gefährlichen Darmkeime noch nicht gefunden worden. Im Evangelischen Krankenhaus war am Freitag ein frühgeborenes Baby an einer Infektion mit einem multiresistenten Coli-Bakterium gestorben.mehr...

Nach diesem Vorfall wurden nach Krankenhausangaben Maßnahmen für eine bessere Hygiene getroffen. Inzwischen untersuchten Mitarbeiter häufiger die Keimbelastung. „Wir machen deutlich mehr regelmäßige Kontrollen“, sagte der Sprecher. Auch werden Kinder bei der Aufnahme im Krankenhaus zuerst speziell untersucht.

Von dpa/isa

/
Ein Neugeborenes ist im Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt nach einer Keiminfektion auf der Frühchenstation gestorben.

Ein Neugeborenes ist auf der Frühchen-Station in Lippstadt gestorben.

Anzeige
Anzeige