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Geld war das bestimmende Thema

WULFEN Auch ohne Neuwahlen bot die Mitgliederversammlung des Stadtsportverbandes Dorsten am Montagabend in der Wulfener Wittenbrinkklause reichlich Diskussionsstoff. Entsprechend groß war die Resonanz.

11.03.2008
Geld war das bestimmende Thema

SSV-Vorsitzender Franz-Josef Humme durfte mit der Resonanz zufrieden sein.

Vor allem die mögliche Umwandlung der städtischen Sportstätten in gewerbliche Betriebe stieß bei den Anwesenden auf reges Interesse. Denn damit die Stadt Dorsten nach dem Beispiel Recklinghausens durch die Einrichtung einer entsprechenden Betriebsgesellschaft Steuern sparen kann, muss sie nachweisen, dass dieser Betrieb auch Einnahmen hat. Diese sollen in Form von Nutzungsgebühren für die Sportstätten von den Vereinen eingefordert werden.

„Keine Belastung“

Sportdezernent Gerd Baumeister versprach der Versammlung allerdings, dass durch die Neuregelung keine Belastung der Vereine entstehen solle. In den kommenden Monaten sei eine ausführliche und aufwändige Prüfung notwendig. „Wenn dabei kein Mehrwert für alle erkennbar wird“, erklärte Hubert Große-Ruiken von der Stadtkämmerei, „dann lassen wir die Finger davon.“

Im Herbst will der Stadtsportverband bei einer außerordentlichen JHV den Stand der Prüfung abfragen und die Vereine informieren. Ohne deren Beteiligung, so forderte SSV-Vorsitzender Franz-Josef Humme, dürfe keine Entscheidung gefällt werden.

Ums Geld ging es auch beim Vortrag des KSB-Vorsitzenden Wilhelm Burrichter. Der erläuterte den Zuhörern, dass auf die Stadtsportverbände im Zuge der neuen Satzung des Landessportbundes zusätzliche Abgaben von 6 Cent pro Sportvereinsmitglied zukommen - spätestens wohl 2009.

Nachfolge Foglers

Viel Beifall erhielt bei der Versammlung der Dorstener Sportkoordinator Hans Fogler. Seine bisherige Arbeit fand allgemeines Lob, sein Ausscheiden im Februar nächsten Jahres warf aber besorgte Fragen nach seiner Nachfolge auf.

Gerd Baumeister sicherte den Anwesenden zu, sich dafür einzusetzen, die zwölfmonatige Wiederbesetzungssperre für Foglers Stelle aufheben zu lassen, um die Nachfolge „möglichst kontinuierlich hinzubekommen“. Überlegungen, die Sportabteilung der Stadtverwaltung aufzulösen, gebe es definitiv nicht.

Weitere Zusagen

Zusagen der Verwaltung gab es auch in anderen Fragen. So erklärte der Sportdezernent, dass es „eindeutig beabsichtigt“ sei, die Sporthallen der Matthäus- und der Josefschule weiter als solche zu nutzen. Die Stadt werde die nötigen Mittel dafür zur Verfügung stellen.

Problematischer sei die Lage bei der Halle der Blauen Schule. Hier seien die zur Sanierung und Umrüstung erforderlichen 300.000 € vom Land als Steuerverschwendung eingestuft worden. Ein Gespräch mit Vertretern von SuS Grün-Weiß Barkenberg soll nun klären, ob die Halle eventuell durch private Initiative doch noch zu retten ist.