Gericht verhandelt über CO2-Klage eines Bauern gegen RWE

Ein peruanischer Bauer sieht sein Haus durch den Klimawandel bedroht und hat RWE verklagt. Der Stromkonzern soll die Kosten zum Schutz des Gebäudes vor Überschwemmungen übernehmen. In der ersten Instanz wurde die Klage abgewiesen - nun geht der Rechtsstreit weiter.

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Hamm

, 13.11.2017, 02:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anwälte warten in einem Verhandlungssaal. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Anwälte warten in einem Verhandlungssaal. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Das Oberlandesgericht Hamm verhandelt ab heute über die Klage des peruanischen Bauern Saúl Luciano Lliuya gegen den Energiekonzern RWE. Der Mann ist Miteigentümer eines Hauses im Dorf Huaraz etwa 450 Kilometer nördlich von Lima, welches von Überschwemmungen bedroht ist. Er fordert von RWE, Maßnahmen zum Schutz seines Hauses in Peru zu bezahlen. Der Konzern sei durch den CO2-Ausstoß seiner Kraftwerke für den Klimawandel mitverantwortlich. Ob am Montag ein Urteil fällt, ist laut Gerichtssprecher Christian Nubbemeyer derzeit offen.