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Gesamtschüler mies in Mathe und Physik

DÜSSELDORF Die Schüler in NRW haben dieses Jahr eine Abidurchschnittsnote von 2,6 erreicht - und sind damit genauso gut oder schlecht wie vor der Einführung des Zentralabiturs.

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Gesamtschüler mies in Mathe und Physik

Die Schüler in NRW haben beim ersten Zentralabi des Landes eine Durchschnittsnote von 2,6 erreicht.

Die Vorstellung der Ergebnisse der ersten zentralen Abschlussprüfungen in NRW zeigte auch: Abiturienten an Gesamtschulen schneiden in den Fächern Mathematik und Physik über eine Note schlechter ab als Gymnasiasten. „Diesem Problem müssen wir sorgfältig nachgehen“, sagte Schulministerin Barbara Sommer (CDU) in Düsseldorf. Bei der Abiturdurchschnittsnote fallen die Gesamtschüler hingegen nur um knapp eine drittel Zensur zurück. Während die Abiturienten an Gymnasien eine 2,6 erreichten, schlossen die Gesamtschüler mit 2,86 ab."Punktlandung hingelegt" Die Ungewissheit über den Ausgang des ersten Zentralabis in NRW löste sich bei Barbara Sommer in deutlich sichtbaren Stolz auf. Ihre Hauptbotschaft: „Wir haben mit den zentralen Prüfungen 2007 eine Punktlandung hingelegt“. Mit dieser Bewertung nahm die Schulministerin Bezug auf die fast identischen Durchschnittsnoten 2006 und 2007. 2,66 war der Mittelwert über alle Gymnasien und Gesamtschulen 2006 bei der letzten dezentralen Reifeprüfung gewesen, 2,64 beträgt er bei der Premiere des Zentralabis 2007. Keine Versuchskaninchen Damit so Sommer, habe sie ihr Versprechen eingehalten, dass „unsere Schülerinnen und Schüler keine Versuchskaninchen“ sind. In der Tat war es schon nach den Klausuren abzusehen, dass der befürchtete Einbruch ausbleiben würde. Denn das allgemein bereits im Frühjahr geäußerte Schüler- und Lehrerurteil „Die Aufgaben waren fair“, ließ bereits seinerzeit darauf schließen, dass es die Landesregierung nicht darauf angelegt hatte, mit der Premiere ein Fiasko zu erleben.Unübersehbare Wunden Dass Gymnasium und Gesamtschule per Saldo relativ eng zusammenliegen, war Grund für SPD und Grüne, gemeinsam auf Gratulationscour für die Gesamtschule zu gehen und Sommer vorzuwerfen, diese Schulform schlecht zu reden. Genau dies hat die Ministerin allerdings tunlichst vermieden. Dass die Gesamtschulen weit unter Niveau arbeiteten, könne man sicher nicht sagen, bemerkte Sommer. Sie legte gleichwohl den Finger in die unübersehbaren Wunden: In den Leistungskursen Mathematik und Physik schafften die Gesamtschüler im Durchschnitt mit 5,5 bzw. 5,8 Punkten lediglich eine etwas bessere Vier und liegen damit über eine Note unter ihren Gymnasialkollegen.Abweichungen an Gesamtschulen größer Auffällig auch die stets höhere Diskrepanz zwischen der Vorbenotung und den Klausuren: Während die Abweichungen an Gymnasien teilweise gen Null ging, betrugen die Abweichungen an Gesamtschulen bis zu zwei Punkte

 

 

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