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Gesundes Misstrauen kann vor Betrügern schützen

Polizist und Opfer informierten

Information kann helfen, Senioren vor Betrügen zu schützen. Aus diesem Grund hatte das Nordkirchener Seniorenbüro, kurz: SeNo, einen Nachmittag mit dem Bezirksbeamten Ewald Montag organisiert. Der warnte sie vor allem davor, zu gutgläubig zu sein und beschrieb Beispiele. Auch Opfer kamen zu Wort.

NORDKIRCHEN

von Von Anna Gellner

, 08.11.2012
Gesundes Misstrauen kann vor Betrügern schützen

Ewald Montag kennt die Tricks der Betrüger und warnte die Senioren davor, Fremde ins Haus zu lassen.

In diesem Frühjahr ist Elke Stemmann beim Einkaufen Opfer eines Betrügers geworden: Ein junger Mann bat sie, ihr ein Zwei-Euro-Stück zu wechseln. Was die 71-Jährige zunächst nicht bemerkte: Während er in ihrem Kleingeld wühlte, hat er noch zwei Scheine mitgehen lassen.

 "Gesundes Misstrauen ist immer angebracht, auch wenn die Person freundlich ist und gepflegt aussieht", erklärte Ewald Montag. In der Praxis bedeute das vor allem eins: Keine fremden Menschen in die Wohnung lassen. „Das wird auch niemand als unhöflich empfinden“, betonte der Polizist. Der klassische Fall sei der Mann im Blaumann, der vorgibt, etwas in der Wohnung reparieren zu müssen. „Oftmals kommen die Betrüger auch zu zweit. Der erste lässt die Tür einen Spalt breit auf und während sich der erste mit Ihnen in Ihrem Wohnzimmer unterhält, räumt der Komplize das Schlafzimmer leer.“ Und nicht nur Elke Stemmann konnte von ihrem Betrug berichten, auch die anderen Senioren wussten Geschichten zu erzählen.

Bei einer Seniorin habe es eine Frau am Telefon mit dem „Enkeltrick“ versucht. „Sie gab sich als meine Enkeltochter aus und wollte Geld von mir haben. Da hab ich gesagt: Sag dem Papa, er soll was von der Sparkasse mitbringen.“ Damit war der Fall natürlich erledigt – die Seniorin hatte Glück. Doch auch wenn einige von solchen Erfahrungen berichten können – „in Nordkirchen ist die Kriminalität sehr überschaubar“. Dennoch: „Sollte Ihnen so etwas passieren, verständigen Sie immer die Polizei“, ermahnte Ewald Montag. Allein für die Statistiken sei das wichtig, auch wenn die Täter oftmals nicht gefasst werden können.

Auch der Täter, der Elke Stemmann bestahl, wurde nicht gefunden. Trotzdem: Sie reagierte richtig, indem sie sofort Anzeige bei der Polizei erstattete.

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