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Von Zverev bis Ancelotti

Gewinner und Verlierer des Sportjahres 2017

Frankfurt/Main Angelique Kerber stürzte ab, Bibiana Steinhaus stieg auf, Pauline Schäfer und Patrick Lange wähnten sich im siebten Himmel, Christoph Harting ging unter. Die Sportbühne 2017 hatte prominente Gewinner und Verlierer. Wir listen einige Stars auf, die in diesem Jahr ganz oben standen oder tief fielen.

Gewinner und Verlierer des Sportjahres 2017

GEWINNER: Patrick Lange: Ironman-Weltmeister auf Hawaii - und das mit Streckenrekord von 8:01:39 Stunden. Der 31-jährige Hesse konnte es kaum fassen. Er erlebte eine „Gefühls-Achterbahn hoch tausend“, während Titelverteidiger Jan Frodeno beim Marathon einbrach.
GEWINNER: Leon Draisaitl: Nach einer überragenden Saison in der NHL ist der gebürtige Kölner zum Topstar in Nordamerika aufgestiegen - mit einem 68-Millionen-Dollar-Vertrag bis 2025. Der 22-Jährige ist damit der bestbezahlte deutsche Eishockey-Spieler der Geschichte.
GEWINNER: Johannes Vetter: Deutscher Rekord mit 94,44 Metern in Luzern und Weltmeister mit 89,89 Metern in London - der 24-Jährige aus Offenburg ist der herausragende Speerwerfer des Jahres. Das Kraftpaket stellte sogar Olympiasieger Thomas Röhler in den Schatten.
GEWINNER: Bibiana Steinhaus: Die erste Schiedsrichterin in der Fußball- Bundesliga. Später, aber verdienter Aufstieg für die Polizeibeamtin aus Hannover mit 38 Jahren. Sie bewährte sich dann auch im Oberhaus unter großer medialer Aufmerksamkeit.
GEWINNER: Pauline Schäfer: Erstmals nach 30 Jahren gewann wieder eine deutsche Turnerin WM-Gold. Als in Montreal alle auf die 17-jährige Tabea Alt schauten, überzeugte die 20 Jahre alte Chemnitzerin mit Perfektion am Schwebebalken. Ein Titel, mit dem niemand gerechnet hat.
GEWINNER: Laura Dahlmeier: Die 24-jährige Bayerin krönte sich bei der WM in Hochfilzen zur neuen Biathlon-Königin - fünfmal Gold und einmal Silber in sechs Rennen. Eine historische Bestmarke. Zudem sicherte sich die passionierte Bergsteigerin den Gesamtweltcup.
GEWINNER: Toni Kroos: Auf den Confed Cup konnte der Fußball-Weltmeister locker verzichten. Mit Real Madrid gewann der frühere Bayern-Profi und gebürtige Greifswalder erneut die Champions League. Als einziger Deutscher steht der 27-Jährige in der FIFA-Weltelf des Jahres.
GEWINNER: Alexander Zverev: Mit 20 Jahren bester deutscher Tennisprofi, jetzt Weltranglisten-Vierter. Turniersiege in Montpellier, München, Rom, Washington und Montréal. Das frühe Aus beim ATP Finale in London trübt die großartige Bilanz des Schlaks aus Hamburg kaum.
VERLIERER: Angelique Kerber: Ein tiefer Absturz der ehemaligen Nummer 1 der Tennis-Welt. Jede Menge Erstrunden-Niederlagen, auch bei den French und US Open für die „Sportlerin des Jahres“ 2016. Die 29-Jährige bestritt 22 Turniere, gewann keines und flog aus den Top 20.
VERLIERER: Carlo Ancelotti: Arrivederci hieß es für den langjährigen italienischen Erfolgstrainer beim FC Bayern. Der 58-Jährige musste sich beim deutschen Fußball-Meister von Uli Hoeneß sogar noch nachsagen lassen, er sei der „Feind im eigenen Bett“ gewesen.
VERLIERER: Severin Freund: Der 29-jährige Skispringer verpasste nach einem Kreuzbandriss die Nordische Ski-WM in Lahti, kämpfte sich wieder heran - und erlitt erneut einen Kreuzbandriss. Die Olympischen Spiele in Pyeongchang finden ohne den früheren Weltmeister statt.
VERLIERER: Sebastian Vettel: Nichts war es mit dem fünften Weltmeister-Titel für den erfolgsverwöhnten Star aus Heppenheim. Nach der Pannenserie des 30 Jahre alten Ferrari-Piloten wurde der Brite Lewis Hamilton im Mercedes zum vierten Mal Formel 1-König.
VERLIERER: Christoph Harting: Der Diskuswerfer verpasste ein Jahr nach seinem Olympia-Triumph kläglich die Leichtathletik-WM in London. Der 29-Jährige kam überhaupt nicht in die Gänge und musste sogar den deutschen Meistertitel seinem Bruder Robert überlassen.
VERLIERER: Hellmut Krug: Nach den Verwirrungen um den Videobeweis in der Fußball-Bundesliga wurde der 61-Jährige Ex-Referee beim DFB als Projektleiter abgesetzt. Zudem erhob Spitzenschiedsrichter Manuel Gräfe schwere Vorwürfe unter anderem gegen den Funktionär.
VERLIERER: Boris Becker: Schulden, Schulden, Schulden - Deutschlands größter Star der Tenniszene schrieb viele Negativ-Schlagzeilen, beteuerte aber, nicht pleite zu sein. Immerhin gab es für den 50-Jährigen einen neuen Job: „Head of Tennis“ für den Männerbereich beim DTB.
VERLIERER: Miriam Gössner: Sportlich war es ein Jahr zum Vergessen für die Biathletin. Weil es im Schießen nicht klappt, verpasste die 27-Jährige die WM. Aber privat lief es glänzend: Matilda, das erste gemeinsame Kind von ihr und Ski-Ass Felix Neureuther, kam zur Welt.

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