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Gisbert Dankowski wird 60 - eine ehrliche Haut

LÜNEN Ein Fußballer von der Picke auf, ein Funktionär mit Herzblut - Gisbert Dankowski wird am Mittwoch (5. Dezember) 60 Jahre alt. Aus dem Lüner Süden stammend, gehören Gahmen, das südliche Münsterland und seit einem Vierteljahrhundert der Dortmunder Vorort Derne zu seiner Heimat. Ein Porträt.

von Von Bernd Janning

, 04.12.2007
Gisbert Dankowski wird 60 - eine ehrliche Haut

Gisbert Dankowski, Fußballfunktionär und Geburtstagskind.

Das ist eine dicht besiedelte, ineinander übergehende Region, die nur durch den Lärm der Autobahn zerschnitten wird. Auf der einen Seite hat Dankowski seine Heimat, auf der anderen war er in jungen Jahren weltoffen wie wenige seiner Zeit.

Als die Wunden des Zweiten Weltkrieges noch nicht verheilt waren, machten die Fußballer des VfB 08 Lünen - Dankowskis Vater Albert war dort als Jugendleiter aktiv - ihre eigene Friedenspolitik.

Erst England, dann Russland

1963 startete das heutige Geburtstagskind mit dem VfB zum Jugendaustausch nach England zum FC North Watford. Ein Jahr später, der Kalte Krieg ließ Europa erzittern, folgte sogar eine Fahrt nach Russland. Der Jugendaustausch mit Spartak Moskau mit Gegenbesuch war von den Südern aufgebaut worden - kritisch und erstaunt beobachtet von den deutschen und den internationalen Medien, begleitet von der großen Politik.

"Das ist eine ehrliche Haut. Er steht zu dem, was er sagt. Er ist absolut zuverlässig", urteilen die Mitspieler von einst und heutigen Freunde über den jetzt 60-Jährigen.

Der Arbeiter von der früheren Dortmunder Hoesch-Hütte stand und steht seinen Mann. Die Jugendarbeit lag ihm am Herzen. Kriselte es bei den Senioren, sprang er wie selbstverständlich als Trainer ein.

Das frühere Arbeitsende ist für ihn nicht gleichbedeutend mit Ruhestand - er steht eher im "Unruhestand". Wie sollte er auch sonst all seine Aufgaben als Fußballer und Funktionär bewältigen? "Ohne Gisbert wäre der SuS Derne doch schon längst platt", kommt ein ganz dickes Kompliment aus dem Lüner Süden.

Er klatscht nicht immer nur Applaus

Doch platt zu kriegen ist der Jubilar noch lange nicht. Offen und ohne Schönrederei stellt er sich den Problemen, die auch den Fußball in dieser multikulturellen Zeit belasten. Den Oberen im Verband klatscht er nicht nur Applaus, er meldet sich mit positiver Kritik zu Wort.

Vor der neuen Technik, der Arbeit mit dem Computer gerade als Funktionär, hat er nie kapituliert. Änderungen im Verband, wie die Neuordnung der Fußballkreise, wovon auch sein "Reich" Dortmund betroffen ist, geht er offensiv an.