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Glandorf zum Stress im Handball: „Sport geht kaputt“

Flensburg. Bundesliga-Rekordschütze Holger Glandorf hat vor den negativen Folgen der Terminhatz für den Handball und speziell für die deutsche Liga gewarnt.

Glandorf zum Stress im Handball: „Sport geht kaputt“

Sorgt sich um den deutschen Handball: Flensburgs Holger Glandorf. Foto: Axel Heimken

„Ganz ehrlich: Auf diese Weise geht der Sport kaputt“, sagte der Rückraumspieler der SG Flensburg-Handewitt dem „Münchner Merkur“. „Die Topspieler bekommen keine Pausen mehr, wenn sie auch noch in der Nationalmannschaft spielen, praktisch über das ganze Jahr.“

Die Folge sei, dass immer mehr Topspieler die Bundesliga verließen und ins Ausland gingen, da die Belastung dort geringer sei. „Das kann nicht im Interesse der Liga sein“, meinte der Weltmeister von 2007.

Ein Beispiel für die Absurdität des vollen Spielkalenders liefert Meister Rhein-Neckar Löwen, der am Samstagabend (18.10 Uhr) in der Bundesliga beim THW Kiel antritt und zwei Stunden zuvor mit der zweiten Mannschaft sein Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei KS Kielce aus Polen bestreitet. „Das ist natürlich eine absolute Katastrophe. So etwas macht überhaupt keinen Spaß“, sagte der 34-jährige Glandorf. „Und die Leidtragenden sind am Ende nur die Spieler.“

Der Linkshänder war am Donnerstag vergangener Woche in der Partie gegen die Füchse Berlin mit 2264 Treffern zum erfolgreichsten  Feldtorschützen der Bundesliga aufgestiegen. Er hatte die alte Bestmarke von Kyung-Shin Yoon (2262) übertroffen.

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