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Kampf gegen die Schulden

Griechische Führung knickt ein: Kein Referendum

Cannes Die Drohung mit dem Euro-Rauswurf hat gewirkt: Erst bestand Ministerpräsident Papandreou noch auf Volksabstimmung und Vertrauensfrage. Nun steht eine neue Übergangregierung vor der Tür, die die Voraussetzungen für Milliardenhilfen schaffen soll.

Griechische Führung knickt ein: Kein Referendum

Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Sarkozy nach dem Sondertreffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Papandreou. Foto: Peer Grimm

Auch ein Austritt aus der Euro-Gruppe ist kein Tabu mehr. «Wir sind gewappnet», sagte Merkel in Cannes.Kreditzahlung wird auf Eis gelegt Die von den Euro-Finanzministern bereits gebilligte Kreditauszahlung von acht Milliarden Euro an Athen wird auf Eis gelegt, sagten Merkel und Sarkozy nach dem Krisengespräch mit dem griechischen Premier Giorgos Papandreou. Die Auszahlung stammt aus dem alten Hilfsprogramm für Athen in Höhe von 110 Milliarden Euro.

Weder die EU noch der Internationale Währungsfonds (IWF) könne weitere Gelder an Athen zahlen, solange sich Griechenland nicht an die Regel halte, mahnte Sarkozy.

Papandreou hatte zu Wochenbeginn angekündigt, sein Volk zum internationalen Hilfsprogramm zu befragen. Merkel sprach von einer ungewöhnlich ernsten Situation. Sie kritisierte, dass Griechenland das Referendum nicht abgestimmt habe Griechenland stimmt nach Sarkozys Worten am 4. oder 5. Dezember über das internationale Hilfspaket ab.

Wirtschaftsexperte rät zu mehr Gelassenheit Der Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Thomas Straubhaar, riet der europäischen Politik nach dem angekündigten Referendum in Griechenland zu mehr Gelassenheit. «Mir macht Sorgen, dass sich die Politik von der kurzfristigen Entwicklung auf den Finanzmärkten treiben lässt, anstatt nüchtern einen strategischen Kurs zu verfolgen», sagte Straubhaar der "Saarbrücker Zeitung".Gipfel beschäftigt sich mit dem Welthandel

Zu Beginn des zweitägigen G20-Treffens geht es um einen Aktionsplan für Wachstum und Beschäftigung. Weiteres Thema am ersten Gipfeltag ist der Welthandel. Schwerpunkte sind die Entwicklung der Weltwirtschaft, eine Reform des internationalen Währungssystems und eine weitere Regulierung der Finanzmärkte. Gastgeber ist Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy.

Weil die schweren Turbulenzen in der Euro-Zone praktisch alles andere überlagern, rücken bei dem Treffen der G20 wichtige sonstige Themen in den Hintergrund. Dazu gehören die Rohstoff- und Nahrungsmittelsicherheit, Fragen der Infrastruktur und des Handels oder die Doha-Runde. Nichtregierungsorganisationen kritisieren das scharf.

Merkel trifft Obama Vor dem offiziellen Auftakt trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel am Vormittag mit US-Präsident Barack Obama zusammen. Obama hofft auf weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Weltwirtschaft, von der auch die lahmende US-Konjunktur profitieren könnte.

Ebenfalls vor dem eigentlichen Beginn wollen sich die politischen Spitzen Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Spaniens abstimmen. Auch die EU-Institutionen sollen mit am Tisch sitzen, außerdem die EZB und der IWF - insgesamt eine Art Frankfurter Runde plus zwei.

In der G20 sind die weltweit stärksten Volkswirtschaften vertreten. Auch Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) sitzen mit am Tisch. Die jährlich wechselnde Präsidentschaft der G20 liegt in diesem Jahr bei Frankreich. Für das Treffen in dem südfranzösischen Seebad sind 12 000 Polizisten und Sicherheitskräfte aufgeboten.

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