Grippewelle: auch Ministerpräsident Laschet bleibt zu Hause

Die Grippewelle in Nordrhein-Westfalen hat nun auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erwischt. Nach Mitteilung der NRW-Staatskanzlei musste der Regierungschef alle Termine für Freitag absagen, darunter auch die Auszeichnung von Helfern mit der Rettungsmedaille des Landes in Mönchengladbach. „Der Chef liegt darnieder“, erklärte Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU), der Laschet bei der Eröffnung eines Bahn-Werkes in Köln vertrat.

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Düsseldorf

, 23.02.2018, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Frau putzt sich ihre Nase. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

Eine Frau putzt sich ihre Nase. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

Seit mittlerweile neun Wochen hat die Grippe zahlreiche Menschen in NRW im Griff. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat eine deutliche höhere Zahl von Arztbesuchen in Nordrhein-Westfalen wegen Grippe und Atemwegserkrankungen registriert. „Wir verzeichnen dreimal höhere Zahlen als in grippefreien Zeiten“, sagte eine RKI-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings sei die Zahl der Arztbesuche nicht gleichzusetzen mit Grippeerkrankungen, betonte sie.

„Es lassen sich jetzt, auch wegen der Berichterstattung in den Medien, mehr Menschen auf Grippe testen“, sagte die Sprecherin. Nach vorläufigen Daten ist die Zahl der gemeldeten Grippefälle in der laufenden Woche nochmals leicht auf fast 2500 angestiegen. Aber der Höhepunkt sei damit voraussichtlich erreicht, sagt die Expertin in Berlin. Die abschließenden Zahlen für die laufende Woche gibt es am Mittwoch.

Erfasst werden nur Krankheitsfälle, bei denen das Virus durch Rachen- oder Nasenabstriche im Labor nachgewiesen wurde. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Freitag) gibt es nicht nur lange Wartezeiten in den Arztpraxen, sondern auch in den Ämtern. Demnach kann die Stadt Düsseldorf das Ausmaß der zahlreichen Ausfälle nicht beziffern, weil selbst die Bearbeiter der Krankenscheine krank sind.