GroKo-Gespräche, Urlauberin der Falle, tödliche Nachbarschaftshilfe

Das Morgen-Update

Tausende Urlauber sitzen auf Bali fest, es droht ein gigantischer Vulkanausbruch. SPD-Politiker formulieren Bedingungen für GroKo-Verhandlungen, die Privatisierung des Flughafen Köln/Bonn ist vom Tisch. Die Aktionärsversammlung von Borussia Dortmund, der Abschied einer Sportlegende vom Fernsehen, der Tod eines Mannes, der nur seiner Nachbarin helfen wollte: Hier erfahren Sie, was Sie in der Nacht verpasst haben und was der Tag bringt.

NRW

, 27.11.2017, 08:39 Uhr / Lesedauer: 5 min
GroKo-Gespräche, Urlauberin der Falle, tödliche Nachbarschaftshilfe

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Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • Das CDU-Präsidium ist bei der Suche nach einem Regierungspartner einhellig für Gespräche mit der SPD. Entsprechend äußerte sich der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther nach der Sitzung des Gremiums am späten Abend in Berlin. Es habe große Einigkeit gegeben, dass es Priorität sei, diese Gespräche erfolgreich zu führen, so Günther. Und man sei auch zuversichtlich in der Sache. Die Verhandlungen seien zwar ergebnisoffen. Die CDU habe aber die feste Absicht, dass es eine handlungsfähige Regierung gebe - und keine Minderheitsregierung.
  • Aus Angst vor einem unmittelbar drohenden Vulkanausbruch haben die Behörden auf Bali die höchste Alarmstufe ausgerufen. Der internationale Flughafen auf der indonesischen Ferieninsel wurde geschlossen. Tausende Urlauber sitzen inzwischen fest. Die Gegend in einem Umkreis von zehn Kilometern rund um den Mount Agung gilt als Sperrzone. Bereits gestern war über dem Vulkan eine vier Kilometer hohe Rauchsäule in den Himmel gestiegen, ein Ascheregen ging auf die umliegenden Dörfer nieder.
  • Privatisierungspläne des Bundes für den Köln/Bonner Flughafen sind nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" vorerst vom Tisch. "Auf meine Bitte hin hat der amtierende Bundesfinanzminister Peter Altmaier am Wochenende alle Bundesaktivitäten bisauf Weiteres gestoppt", zitiert die Zeitung NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).Das Bundesfinanzministerium hatte am Freitag mitgeteilt, dass der Bund einen Verkauf seiner Anteile prüfe. Land, Bund und die Stadt Köln halten jeweils ein knappes Drittel der Gesellschafteranteile am zweitgrößten NRW-Airport. Im Aufsichtsrat des Flughafens steht bei einer Sitzung heute die Wahl des früheren CDU-Politiker Friedrich Merz zum neuen Vorsitzenden an. Der 62-Jährige ersetzt dort den ehemaligen Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig.
  • Mit einem Schuss in den Oberschenkel hat die Polizei in Paderborn einen Randalierer mit einer Eisenstange gestoppt. Die Einsatzkräfte waren per Notruf alarmiert worden und hatten zunächst versucht, den Mann mit Pfefferspray außer Gefecht zu setzen. Nachdem er die Beamten weiterhin mit der Stange bedroht habe, sei der Gebrauch der Schusswaffe angedroht worden, teilten die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei Bielefeld am Sonntag mit.
  • Trotz Protesten in der Bevölkerung wird Japan in Kürze zwei weitere Atomreaktoren wiederanfahren. Der Gouverneur der Provinz Fukui gab sein Einverständnis, dass der Betreiberkonzern Kansai Electric die Reaktoren 3 und 4 im Atomkraftwerk Ohi wieder hochfährt. Damit können die beiden Reaktoren voraussichtlich ab Anfang des nächsten Jahres wieder in Betrieb gehen. Japan hatte als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Fukushima 2011 alle Reaktoren im Land abgeschaltet. Im August 2015 fuhr das Land erstmals wieder zwei Rektoren hoch. Inzwischen laufen 4 von 42 Reaktoren wieder.
  • Niki Lauda hat nach dem Formel-1-Finale in Abu Dhabi seinen Abschied als TV-Experte bei RTL verkündet. Er habe sich entschieden, nicht mehr RTL-Experte zu sein, sagte der dreimalige Weltmeister live im Fernsehen."Ich möchte allen RTL-Zuschauern danken", sagte der 68-Jährige in Abu Dhabi weiter und zog seine markante rote Kappe vom Kopf. Lauda war bereits seit 1995 Formel-1-Experte für RTL, hatte sein Engagement zuletzt aber schon heruntergefahren.

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Borussia Dortmund muss seinen Aktionären am Montag einen Spagat erklären. Finanziell steht der börsennotierte Fußballclub mit zuletzt mehr als 400 Millionen Euro Umsatz und 8,2 Millionen Euro Gewinn glänzend dar. Sportlich gab es dagegen nach gutem Saisonstart einen Einbruch, den die Fans zuletzt am Samstag nach dem bereits legendären Unentschieden im Revier-Derby gegen den FC Schalke 04 mit einem gellenden Pfeifkonzert quittierten. Die Aktionärsversammlung beginnt um 11 Uhr.
  • Die Suche nach einem Ausweg aus der politischen Hängepartie geht in eine entscheidende Woche. SPD und Union peilen jetzt doch eine Große Koalition an. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trifft heute die Fraktionschefs von Grünen, Union und Linkspartei zu Gesprächen.Für Donnerstag hat er CDU-Chefin und Kanzlerin Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Martin Schulz eingeladen. Auf dem Weg zu einer möglichen Neuauflage der großen Koalition stellen immer mehr SPD-Politiker inhaltliche Bedingungen. Unionspolitiker warnen aber, anstehende Gespräche nicht mit überzogenen Forderungen zu belasten.
  • Die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat beschäftigt heute erneut die EU-Mitgliedstaaten. In einem Vermittlungsverfahren geht es abermals um die Verlängerung der Lizenz, die Mitte Dezember ausläuft. Gibt es keine Einigung, könnte die EU-Kommission nach eigenem Ermessen entscheiden. Eigentlich wollte die Brüsseler Behörde dies aber vermeiden. Glyphosat wird als Unkrautgift weltweit in großen Mengen in der Landwirtschaft eingesetzt. Einige Wissenschaftler sehen jedoch ein Krebsrisiko.
  • Das Landgericht Stuttgart spicht das Urteil gegen Anton Schlecker. Dem 73-Jährigen wird Bankrott vorgeworfen. Vor der Pleite seines Unternehmens im Jahr 2012 soll er Millionen beiseite geschafft zu haben, um sie vor dem Zugriff der Gläubiger zu retten. Die Staatsanwaltschaft fordert dafür drei Jahre Haft.
  • Ein Mann aus Frechen bei Köln soll seinen couragierten Einsatz für eine Nachbarin mit dem Leben bezahlt haben. In dem Fall wird nun ein Gerichtsurteil erwartet. Angeklagt ist ein 35-Jähriger. Dem Deutschen wird in der Anklage vorgeworfen, seine ehemalige Lebensgefährtin im Mai bedrängt zu haben. Als ein Nachbar der Frau zur Hilfe gekommen sei, sei es zu einer Auseinandersetzung der beiden Männer gekommen. Dabei soll der 35-Jährige mehrmals auf den Nachbarn eingeschlagen haben, der schließlich starb.
  • Knapp ein Jahr nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche öffnen dort wieder die Stände und Buden. Fast alle Schausteller seien auch in diesem Jahr wieder dabei, hatte Schausteller-Verbandschef Michael Roden im Vorfeld angekündigt. Am Jahrestag des Anschlags, dem 19. Dezember, bleibt der Markt zum Gedenken an die Opfer geschlossen.
  • DerSchriftsteller Navid Kermani (49) wird in Köln mit dem Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Die Verleihung fällt zusammen mit dem Geburtstag des Reporters, der 50 Jahre alt wird. Die Laudatio hält Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Kermani sei einer der bedeutendsten Schriftsteller der Gegenwart, hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Entscheidung begründet. Seine Publikationen und viel beachteten Reden dienten dem Zusammenhalt der Gesellschaft. Der in Siegen geborene Sohn iranischer Einwanderer ist Autor, Wissenschaftler, Regisseur und Dramaturg. Der Staatspreis ist die höchste Auszeichnung des Landes.
  • Spitzengastronomen aus ganz Deutschland werden in München vom Restaurantführer "Gault Millau 2018" prämiert. Mit besonderer Spannung wird erwartet, wer Koch des Jahres wird. Auch Auszeichnungen für den besten Sommelier, Pâtissier oder Hotelier werden vergeben. Der "Gault Millau" zählt mit dem "Guide Michelin" zu den bekanntesten Gourmet-Führern weltweit.
  • Nach dem Unfalltod einer jungen Autofahrerin verlangen deren Eltern vom Land BayernSchmerzensgeld. Die Eltern begründen ihre Klage auf mehr als 25.000 Euro damit, dass die Polizei den Unfallwagen nach dem nächtlichen Notruf nicht ausreichend gesucht habe. Wenn das Auto rechtzeitig gefunden worden wäre, hätte die Tochter vielleicht überlebt. Das Augsburger Landgericht will am Montag das Urteil verkünden.
  • Mit seiner Ankunft in Myanmar beginnt für Papst Franziskus der erste Besuch eines katholischen Kirchenoberhauptes des südostasiatischen Landes. Der Pontifex soll um 8 Uhr in Rangun landen. Als Höhepunkt gilt ein Treffen des Argentiniers mit Myanmars Friedensnobelpreisträgerin und faktischer Regierungschefin Aung San Suu Kyi.

Hier geht es zum täglichen Update von Borussia Dortmund und Schalke 04.


Heute vor...


... 48 Jahren: Die Kultusminister der Länder einigen sich auf die Erprobung der Gesamtschule in der Bundesrepublik.

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