Große Sorge um den Feuersalamander

Die Lage für den bedrohten Feuersalamander in Deutschland ist nach Einschätzung von Fachleuten ernst geworden: Wissenschaftler haben den bundesweit zweiten Infektionsherd für den tödlichen Haupilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) entdeckt, und zwar in Essen. Bis dahin war der tödliche Hautpilz bundesweit nur in der nordrhein-westfälischen Eifel nachgewiesen worden - also in über 100 Kilometer Entfernung.

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Aachen/Essen

, 11.09.2017, 09:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Feuersalamander sitzt im Moos. Foto: Martin Schutt/Archiv

Ein Feuersalamander sitzt im Moos. Foto: Martin Schutt/Archiv

„Das ist ein Fall, der nichts mit der Eifel zu tun hat. Das ist eine sprunghafte Ausbreitung, die im ganzen Bundesgebiet vorkommen kann“, sagte Sebastian Steinfartz vom Zoologischen Institut der TU Braunschweig. Möglicherweise sei der Feuersalamander an vielen Stellen schon ausgestorben, ohne dass es jemand bemerkt habe. Der hochansteckende Hautpilz verursacht Löcher und Geschwülste und kann Salamander innerhalb weniger Tage töten.