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Günter Gregg war das Fußball-Glück nicht hold

CASTROP-RAUXEL Am grünen Tisch ist der Castrop-Rauxeler Günter Gregg, der derzeit für die Billardfreunde Schwerin startet, durchaus erfolgreich. Auf roter Asche will er jetzt hingegen seine Karriere beim FC Frohlinde III beenden. Die Gründe dafür erklärt das heutige Sportler-Porträt.

von Von Jörg Laumann

, 16.10.2007
Günter Gregg war das Fußball-Glück nicht hold

Nach seiner Verletzung beim Fußball will sich Frohlinder Günter Gregg will sich nunmehr ausschließlich auf den Billard-Sport konzentrieren.

Dem 22-Jährigen und seinem Billard-Teamkollegen David Hafemann scheint das Glück beim Fußball nicht hold zu sein. Bereits Anfang des Jahres zogen sich beide schwere Verletzungen beim Spiel mit der Frohlinder "Dritten" zu, nun erwischte es Gregg erneut. Bei der C-Liga-Partie gegen Dingen II am vergangene Wochenende knickte er im Sprint um und zog sich einen Bänderriss zu. "Ich werde mich von jetzt an aufs Billardspielen konzentrieren", kündigt Gregg an.

Mit dem Queue kann der Spross des ehemaligen Merklinder Gartenbau-Unternehmens Gregg ohnehin die weitaus größeren Erfolge vorweisen. Im vergangenen Jahr trat Günter erstmals Deutscher Junioren-Meisterschaften im Dreiband am großem Tisch an und belegte einen überraschenden zweiten Platz.

Fast wäre ihm seinerzeit der ganz große Triumph geglückt, nachdem er im Halbfinale den amtierenden Deutschen Meister Marcel Decker glatt mit 2:0 ausgeschaltet hatte. Auch im Endspiel ging der erste Satz an den Castrop-Rauxeler. "Dann habe ich angefangen, über den möglichen Meistertitel nachzudenken", erinnert sich Gregg. "Von da an ging nichts mehr."

Doppelt bitter für den Vize-Meister, dass die damit erreichte Qualifikation für die Europameisterschaft wertlos wurde. Durch eine Modus-Änderung fanden die europäischen Titelkämpfe im vergangenen Jahr überhaupt nicht statt.

2007 zeigte Gregg allerdings erneut, dass er in der U21-Altersklasse zu den besten deutschen Dreiband-Spielern gehört. Obgleich von der oben erwähnten Fußballverletzung in der Vorbereitung erheblich beeinträchtigt, erspielte er sich bei den Deutschen Meisterschaften im April den dritten Platz.

Ein Teil der fünfköpfigen Westfalenauswahl

Nachdem er in diesen Tagen seinen 22. Geburtstag gefeiert hat, wächst Gregg nun aus der Junioren-Kategorie heraus. Ein weiterer Titelkampf auf Bundes-Ebene steht aber noch auf dem Programm: Ende November tritt Gregg als Mitglied einer fünfköpfigen Westfalenauswahl beim Turnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft seiner Altersklasse in Herne an. "Im vergangenen Jahr sind wir dort erst im Finale gescheitert, waren damals aber auch ersatzgeschwächt", deutet er durchaus vielversprechende Perspektiven für sein Team an.

Mit den Billardfreunden Schwerin ist der Frohlinder, der als 15-Jähriger über seinen Schulfreund Hafemann zum Billardsport fand, derzeit in der 1. Ruhr-Emscher-Liga aktiv. Zuvor hat er allerdings auch schon für den ABC Merklinde in der Oberliga an den Tischen gestanden.

Momentan ist an eine intensivere Beschäftigung mit Billard allerdings nicht zu denken: Der ASG-Abiturient absolviert eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Essen und steckt mitten in den Abschlussprüfungen. "Ich schaffe es derzeit höchstens ein Mal in der Woche zum Training", berichtet Gregg.

Nach der Ausbildung will der Frohlinder den Zeitaufwand für den Sport wieder intensivieren und strebt dann auch noch einmal den Gang in höhere Spielklassen an. Eine Rückkehr zum Merklinder ABC sei durchaus denkbar, erklärt der Billardspieler.

Spieler, Sportwart, Jugendwart, Auszubildender

Derzeit ist Günter Gregg aber noch fest bei den BF Schwerin verankert, bei denen er neben seinen Aktivitäten als Spieler der ersten Mannschaft die Posten des 1. Sportwarts und des Jugendwarts bekleidet. Die Ämterhäufung stellt für den Auszubildenden kein Problem dar: "Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen; außerdem schaffen wir es im Verein recht gut, die Aufgaben aufzuteilen."

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