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HSG-Absturz: "Wir haben uns alles kaputt gemacht"

SCHWERTE Siebter gegen Elfter - im Vorfeld deutete alles auf ein ganz normales Handballspiel der Verbandsliga hin. Die HSG lag acht Tore vor. Doch dann ging es ganz steil bergab.

von Von Michael Dötsch

, 15.10.2007
HSG-Absturz: "Wir haben uns alles kaputt gemacht"

Unaufhaltsam auf dem Weg zum Torwurf: Henrik Ciomber erzielte zwei Tore für die HSG, konnte aber die bittere Niederlage gegen Riemke damit nicht verhindern.

In Wirklichkeit entwickelte sich die Partie zwischen der HSG Schwerte-Westhofen und dem SV Teutonia Riemke zu einem Spiel mit höchst kuriosem Verlauf - zum Leidwesen der Schwerter Anhänger, die mitansehen mussten, wie ihre Mannschaft einen Acht-Tore-Vorsprung innerhalb einer Viertelstunde verspielte.

HSG-Spielertrainer Mischa Quass, ohnehin nach Niederlagen in der Regel ein ziemlich "angefressener" Zeitgenosse, hatte nach der Partie den "Kaffee auf" wie selten. So ein Spiel habe er noch nicht erlebt, weder als Aktiver noch als Trainer.

Und auch gestern hatte er sich noch nicht wieder beruhigt: "Wir hatten in den ersten Spielen eine top-kämpferische Einstellung und eine Super-Atmosphäre. Das haben wir uns alles kaputt gemacht", schimpfte Quass und kündigte ein "intensives Aufarbeiten" der 30:32-Niederlage an.

Das hört sich nach ziemlich anstrengenden Trainingseinheiten für die Schwerter Spieler an. "Das wird jedenfalls kein Regenerationstraining", bestätigt der 27-Jährige diese Vermutung.

Die Hektik regierte - nur warum weiß keiner

Die Frage, warum es für die Schwerter nach knapp 40 Minuten so rapide bergab ging, vermochte der Coach nicht schlüssig zu beantworten. Es blieb bei der Feststellung, dass sich plötzlich kollektive Verunsicherung in den HSG-Reihen breit gemacht habe - angesichts der komfortablen Führung unerklärlich. Ein überflüssiger Ballverlust jagte den nächsten - es regierte Hektik.

So holte den Gegner Tor um Tor auf und konnte sein Glück am Ende kaum fassen. Auf Schwerter Seite blieben dagegen ratlose Gesichter zurück. Und die Erkenntnis, dass es vorerst nichts werden wir mit dem anvisierten Sprung ins obere Tabellendrittel. Bei nunmehr 4:6-Punkten müssen sich Fans wohl stattdessen darauf einstellen, dass die sportliche Heimat der HSG auf absehbare Zeit die Grauzone der Verbandsliga-Tabelle sein wird.

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