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HSG: Böses Erwachen nach Acht-Tore-Führung

SCHWERTE Der Sieg war doch schon in trockenen Tüchern. Dachten alle. Acht Tore Vorsprung - das ist eigentlich eine klare Sprache. Doch die HSG Schwerte-Westhofen belehrte alle eines Besseren und gab den Sieg noch aus der Hand. Teutonia Riemke lachte und feierte.

14.10.2007
HSG: Böses Erwachen nach Acht-Tore-Führung

Bastian Heinrich war nicht nur wegen seiner neun Tore einer der besten HSG-Spieler gegen Riemke. Dass die Partie noch kippte, konnte aber auch er nicht verhindern.

Schien es bis weit in die zweite Halbzeit der Partie gegen Teutonia Riemke nur um die Höhe des Schwerter Heimsieges zu gehen, gab's am Ende das böse Erwachen. Riemke, mit 2:6-Punkten nur mäßig in die Saison gestartet, entführte mit 32:30 die Punkte und hinterließ auf HSG-Seite pure Fassungslosigkeit.

Mit 19:13 lagen die Gastgeber zur Halbzeit in Front. Mit flottem Angriffshandball stellten sie den Oberliga-Absteiger immer wieder vor unlösbare Aufgaben, und die vereinzelten Deckungsnachlässigkeiten und leichtfertigen Ballverluste im Angriff schien man im Gefühl des scheinbar sicheren Sieges verschmerzen zu können.

Als Henrik Ciomber nach Wiederanpfiff sogar auf 22:14 erhöhte, schien es endgültig nur noch um die Höhe des HSG-Erfolges zu gehen. Spielertrainer Mischa Quass dachte wohl ähnlich und machte Platz zwischen den Pfosten für Sebastian Emde, der den Vorzug vor dem angeschlagenen Zankl bekam und sein Saisondebüt feierte.

Das große Flattern hat begonnen

An Emde aber lag es am allerwenigsten, dass die Partie noch kippte. Nach Ablas' Treffer zum 26:21 schien die HSG immer noch auf Kurs, doch schon zu diesem Zeitpunkt hatte das große Flattern begonnen. Riemke witterte Morgenluft, und spätestens, als es nur noch 26:25 stand, hing der Schwerter Sieg am seidenen Faden - da half es auch, dass Quass zurück ins Tor ging.

Beim 29:28 gingen die Gäste dann erstmals in Führung und freuten sich dann über einen Schwerter Siebenmeter, den der sonst so sichere Bastian Heinrich übers Tor setzte - es ging nichts mehr.

Mit Manndeckung versuchten die Hausherren dann zu retten, was nicht mehr zu retten war. Quass machte in der letzten halben Minute Platz für einen weiteren Feldspieler, doch auch mit sieben gegen fünf gelang kein Tor. Sczimarowskis letzter Versuch ging daneben, und der Riemker Keeper Erzfeld setzte mit einem Treffer ins verwaiste HSG-Gehäuse mit dem Abpfiff den Schlusspunkt über ein verrücktes Spiel, das die HSG nie und nimmer verlieren durfte. Michael Dötsch

Das Spiel in der Statistik:HSG Schwerte-Westhofen - Teutonia Riemke 30:32 (19:13) Schwerte-Westhofen : Mischa Quass, Sebastian Emde, Sebastian Ablas (3), Henrik Ciomber (2), Alexandr Dennisov (3), Bastian Heinrich (9/3), Jens Klostermann, Jan Sczimarowski (3), Dominik Thäsler (1), Timm Höntsch (1), Sven Sieland, Sebastian Lingstädt (2), Nils Krefter (3), Kohl (3).

  

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