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"Habe nie gedopt und beweise es"

20.08.2007

Gahlen Die Nachricht der positiven A-Probe bei Jessica Kürtens Pferd Maike in La Baule hat in ihrer irischen Heimat für einen riesigen Medienrummel gesorgt. Die Tageszeitungen haben die Geschichte zu Aufmachern gemacht und die Radio- und Fernsehstationen berichteten ausführlich über den Fall.

"Das Ganze hat sehr an Jessicas Nerven gezerrt, vor allem die Art und Weise, wie berichtet wurde", sagt ihr Mann und Manager Eckard Kürten. So drängte sich nach dem Zwei-Fehler-Ritt am Sonntag ein Reporter von RTE (Staatlicher irischer Fernseh- und Radio-Sender) gleich am Ausgang des Parcours zu Jessica Kürten und fragte sie, was sie denn von ihrer Leistung hielt. Kürten platzte daraufhin der Kragen und sie gebrauchte Kraftausdrücke, die das Radio mit einem Piepser löschte. Weiter sagte sie: "Ich habe nie eines meiner Pferde gedopt und ich werde es beweisen."

Während die irischen Medien - insbesondere der Irish Independent, der dem Onkel von Cian Connor gehört, der nicht gerade zu Kürtens Freunden zählt - und auch die anderen Zeitungen von Dopingvorwürfen berichteten, ist dieser Vorwurf von der FEI nie erhoben werden. Laut Eckhard Kürten passt die Art und Weise der irischen Berichterstattung zu der im Laufe des letzten Jahres, die mit einem Schmähartikel im Irish Independent im letzten Sommer den ersten Höhepunkt fand: "Die Deutschen Agenturen sind nach meinen Informationen vom Irish Independent benachrichtigt worden."

Die gefundene Substanz gehört zu Medikamentengruppe B, der schwächsten der verbotenen Substanzen. Zu diesen gehören nur begrenzt leistungssteigernde Mittel sowie solche, die auch durch kontaminierte Nahrung ins Blut gekommen sein könnten. Eckhard Kürten hat den Namen des Mittels bislang noch nie gehört. Die Tatsache, dass die FEI die Untersuchung gegen eine Strafe von 500 Franken (Höchststrafe: 15.000 Franken) einstellen wollte, zeigt, dass man beim Weltverband die Sache auch nicht ganz so hoch einstufen will.

Kürten besteht aber auf dem Öffnen der B-Probe, da sie ihre Unschuld beweisen will. Die B-Probe muss in einem anderen Labor untersucht werden als die A-Probe. Bislang sind zwei Schreiben von Kürtens Anwalt an die FEI gegangen, die aber bisher nicht beantwortet wurden.

"Bis zur Öffnung der B-Probe können wir gar nichts machen", sagt Eckhard Kürten. Jessica Kürten bereitet sich nun, so gut es geht, auf das Turnier in Valkenswaard am Wochenende vor. weih

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