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Hallenstadtmeisterschaft: Obercastrop hat den Titel 2007

CASTROP-RAUXEL Emotionen pur: Mit einem verdienten 5:3 (3:1) gegen den Landesligisten VfB Habinghorst gewann der Bezirksligist SV Wacker Obercastrop die in der Europahalle erstmals veranstaltete Hallen-Stadtmeisterschaft.

von Von Hans-Jürgen Weiß

, 30.12.2007
Hallenstadtmeisterschaft: Obercastrop hat den Titel 2007

Mit einem lupenreinen Hattrick leitete Neuzugang Sencer Özbek (links) den 5:3-Endspielsieg von Wacker Obercastrop gegen den VfB Habinghorst ein, bejubelt von Maurice Ottberg.

Unter den Kamera-Objektiven des Dortmunder Fernsehkanals spielten sich Freudenszenen ab, als hätten die auf dem Feld zuletzt schwächelden Obercastroper den Aufstieg geschafft. Alle Wackeraner lagen sich scheinbar in den Armen. Geschäftsführer Theo Schürhoff sprang seinem Trainer Uwe Esser mit Freudentränen um den Hals. Und selbst der überglückliche Vorsitzende Franko Wilken musste Schürhoff über den Hallenboden tragen.

"La-Ola" für Wacker

Die gesamte Mannschaft "badete" zeitgleich in der von der Fan-Ecke inszenierten La-Ola-Welle. Wacker hat alles richtig gemacht, besaß zum richtigen Zeitpunkt die besseren Hallenspieler auf dem stumpfen Grün. Das erkannte auch der Habinghorster Trainer Dieter Beleijew ("Wacker war besser") neidlos an. Der "Bele" hatte aber mit Andree Sabra und Thilo Karl, der pünktlich zum Finale mit einem Gipsfuß (Haarriss) aus dem Krankenhaus zurück kehrte, wichtiges Stamm-Personal zu ersetzen.

Kapitän Gordon Schwarze hatte noch mit einer flammenden Rede seine Mitspieler auf das Match eingeschworen. Er selbst besaß ja ein gutes Gefühl, weil er seine alten schwarzen "Tango-Treter" trug, mit denen er mit dem VfR Rauxel 1996 erstmals Stadtmeister wurde. Nach einer von Spartenleiter Robert Mathis gebetenen Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Rauxeler Werner Bäcker, ging das Finale los. Bürgermeister Johannes Beisenherz und nebenan der frühere Nationaltorwart Hans Tilkowski, der sich diesmal zu "seinem " Wembley-Tor nicht äußern musste, sowie die 900 Zuschauer sahen gleich, dass der Bezirksligist die cleveren Akzente setzte.

"Alte" treffen nicht

Habinghorst verlor viele Bälle in der Vorwärtsbewegung und wurde bestraft. Der in der Winterpause zum SV Wacker gewechselte Sencer Özbek (vom SV Dingen), nahm das erste "Geschenk" dankend zum 1:0 an. Auf der anderen Seite schoss Schwarze mit seinen "alten Tretern" weit am Tor vorbei. Dann parierte Torwart Patrick Hammerschmidt einen "Hammer" von Daniel Kristler.

Besser machte es Özbek zum 2:0. War es Schadenfreude? Aus den Lautsprechern trällerte "Weine nicht, wenn der Regen kommt". Özbek macht das 3:0 und trieb nun den VfB-Fans die Tränen wirklich in die Augen. Die konnten bei Kristlers 1:3 nur kurzzeitig lachen. Mehmet Turgut (4:1) stellt den Abstand wieder her. Habinghorster Lebenszeichen durch Schwarzes 2:4, das Maurice Ottberg (5:2) kontert. Dem sichtbar enttäuschten Marc Olschewski gelingt kurz vor der Schlussirene das 3:5. Mehr nicht.

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