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42 Hauptschüler haben betrieblichen Ausbildungsplatz

Hohe Erfolgsquote für Sozialarbeiter

25.05.2007

Haltern Fast die Hälfte der diesjährigen Abschlussschüler der Hauptschule haben einen Vertrag für eine betriebliche Ausbildungsstelle in der Tasche. Genauer gesagt: 42 von 87 Schüler, die am 6. Juni verabschiedet werden, starten in den Job. Großen Verdienst an dieser Quote hat Sozialarbeiter Dirk Strothkamp. Das untermauert Barbara Rüther-Liemann, Klassenlehrerin der 10Aa: «Für eine Schule ist es unglaublich wichtig, dass sie jemanden hat, der Netzwerke aufbaut, Kontakte zu den Betrieben knüpft und hält.» Und dies macht Dirk Strothkamp. «Ich schlage Schüler für Ausbildungsstellen vor, von denen ich meine, dass sie ganz genau dahin passen», erzählt der Sozialarbeiter. Und mittlerweile wüssten die Arbeitgeber auch, dass das klappt. Beispiele dafür sind Angelique Szumanicki, Natascha Reichelt und Alexander Rathke. Der 15-jährige Schüler beginnt eine Ausbildung zum Koch im Sythener «Lindenhof». Ein Zufallstreffer: «Lindenhof-Chef Peter Booken lieferte zu einer Veranstaltung das Essen und bekam mit, dass ich mich über Ausbildungsstellen unterhielt. Da sagte er spontan, dass er auch noch eine Stelle frei hätte», erzählt Dirk Strothkamp. Der Sozialarbeiter berichtete dies seinen Schülern - und Alexander Rathke, der «immer gerne für seine Familie kocht», fühlte sich von dem Angebot angesprochen. Nach einem Schnupperpraktikum erhielt er die Zusage. Auch Angelique Szumanicki hat mit ihrer einjährigen Ausbildung zur Krankenpflegerhelferin im Essener Universitätsklinikum die Traumstelle gefunden. Natascha Reichelt wird Fleischereifachverkäuferin bei Redlich. Doch auch schulische Ausbildungen sind bei Hauptschülern gefragt. Zwölf Abschlussschüler drücken weiter die Schulbank, wie Alessa Sotteck beispielsweise. Die 16-Jährige macht nach drei Jahren am Max-Born-Berufskolleg ihr Fachabitur im Bereich Gestaltung und Design. «Das wollte ich immer schon machen. Ich habe immer einen Zeichenblock dabei», freut sie sich. Und wenn alles klappt, will die Halternerin anschließend noch Design studieren. «Die Hauptschule ist eben keine Sackgasse», betont Dirk Strothkamp. big

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