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ADAC baut ehemalige Obdachlosenunterkunft um

Berghaltern 57

HALTERN Links und rechts ein Schnitt, in die Mitte Hausmeisterwohnung und Sozialräume: Was so einfach klingt, kostet den ADAC Westfalen Geduld und Geld.

von Von Elisabeth Schrief

, 12.04.2010
ADAC baut ehemalige Obdachlosenunterkunft um

Der ADAC Westfalen ist daran interessiert, die ehemaligen Obdachlosen-Unterkunft Berghaltern 57 (r.) zu kaufen.

Seit einiger Zeit verhandelt er mit der Stadt über den Kauf der ehemaligen Obdachlosenunterkunft Berghaltern 57. In vier Wochen, hofftGünter Trunz, Leiter Verkehr und Umwelt, Dortmund, sind die Verträge mit der Stadt unter Dach und Fach. "Wir arbeiten sehr wohlwollend und kooperativ miteinander", sagt Trunz.

Kein Hotel In den 90er Jahren brachte der Rallye-Club, der das Sicherheitstrainings-Zentrum an der Lippe betreibt und managt, ein Hotel ins (Gedanken-)Spiel. "Damals war geplant, auf dem Gelände mehrtägige Schulungen für Berufskraftfahrer durchzuführen. Diese Konzepte haben wir aber verworfen", erklärte dazu Günter Trunz. Außerdem gebe es in Haltern schönere Hotelanlagen als dort unmittelbar an der Eisenbahnlinie. Seit 2001 ist der ADAC Eigentümer des Trainingsgeländes in den Lippeauen, nach einem verheerenden Brand investierte er 1,3 Millionen Euro für ein neues Schulungs- und Verwaltungsgebäude. Das soll nun um die Immobilie von nebenan ergänzt werden.

Abriss nicht möglich "Ein Abriss der Obdachlosenunterkunft wäre uns lieber", gesteht Trunz. Aber ein Neubau im Außenbereich widerspricht dem Baugesetz und wäre deshalb nicht genehmigungsfähig. So geht der ADAC einen Kompromiss ein. Er reißt links und rechts jeweils einen Trakt des Hauses ab, die Mitte wird saniert und optisch dem jetzigen Schulungszentrum angepasst. Diese Maßnahme ist mit teuren Auflagen verbunden, da sich die ADAC-Anlage mitten im Landschaftsschutzgebiet befindet. Dennoch beißt der ADAC die Zähne zusammen und tritt aufs Gaspedal. Der Erwerb der Immobilie ist die einzige Erweiterungsmöglichkeit. Eile ist geboten, die Unterkunft verfällt zusehends.

Fort aus Haltern möchte der ADAC nicht. Günter Trunz: "Wir sind seit über 30 Jahren hier, Haltern ist ein optimaler Standort." Bevor der Hausmeister aber einzieht, klären Naturschützer, ob Wildbienen und Fledermäuse durch den Umbau nicht ihres Lebensraumes beraubt werden.