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Albtraum für Eltern: Vermisstes Kind

Was tun, wenn...

HALTERN Das Essen steht dampfend auf dem Tisch, wer fehlt, ist das Kind. Eigentlich hätte es im letzten Bus sein müssen. War es aber nicht. Auch im nächsten und im übernächsten ist es nicht. Der Alptraum für jede Mutter und jeden Vater: Das Kind ist weg.

von Von Iris Woitschell

, 08.04.2010

„Zunächst sollte man das Umfeld abgrasen“, erklärt Michael Franz von der Polizei. Das heißt, bei der Schule, bei Freunden und Verwandten anrufen. Sei dies erfolglos, solle man sich an die Polizei wenden. „Hier wird dann eine Maschinerie in Gang gesetzt“, so Franz. Die Vorgehensweise hänge dabei von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Das Alter der vermissten Person spielt eine Rolle, ebenso wie der Gesundheitszustand und die Außentemperatur. Franz: „Es gibt keine festen Zeiten, die bestimmte Maßnahmen erforderlich machen.“

Wenn beispielsweise das zehnjährige Kind mit Freunden im Wald war und alle schon wieder zu Hause sind, außer das eigene Kind, würde nicht lange gefackelt. Der Hubschrauber mit Wärmebildkamera würde schnellstmöglich abheben. Wenn aber ein 16-Jähriger zum vierten Mal nicht zu Hause auftaucht und Ärger mit seinen Eltern hat, werde nicht sofort eine Großfahndung ausgerufen. „Vielleicht ist der mit einem Freund nach Oberhausen gefahren“, gibt der Polizeisprecher zu Bedenken. Die Situation müsse immer neu abgeschätzt werden.