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Aus schwarzen Wolken regnet's oft

Frühlingswerkstatt

HALTERN Fast täglich sehen oder lesen wir die Wettervorhersage. Aber was ist eigentlich das Wetter? Wie werden Regen, Temperatur und Windstärke gemessen, wie verändert sich das Wetter? Das erfuhren die rund 80 Anwärter auf den "Umweltpass".

von Von Elke Rüdiger

, 06.04.2010
Aus schwarzen Wolken regnet's oft

Ein Thermometer darf bei einer Wetterstation nicht fehlen, erklärte Anja Polti den Kindern.

Dreimal im Jahr bietet Gelsenwasser Werkstätten für Kinder an, Natur und Umwelt zu erleben. Jeder Teilnehmer erhält den Umweltpass. Wer alle drei Stempel nachweisen kann, der schafft sogar das Umweltdiplom.

Umweltdiplom Die Frühlingswerkstatt war die erste Einheit. Zwei weitere folgen im Sommer und Herbst. In Gruppen zu zwölf bis zu 15 Kindern wurde gebastelt und theoretisiert. "Was gibt es überall in der Welt jederzeit?", leitete Umweltpädagogin Anja Polti in das Thema ein. Sand! Gibt es den überall? "Luft." - "Wasser." - "Bäume." - "Wind" - "Sauerstoff." Alles zusammen ergab das Wetter. Und dazu gehört, zählten die Kinder auf, Sonne, Schnee, Sturm, Hagel, Wolke, Gewitter, Regenwürmer, Regenbogen, Sonnentanz, Wind. Anja Polti machte die Kinder auf ein "komisches Gerät" auf einem der Dächer aufmerksam. "Ein Anemometer. Wer weiß, was das ist?". - "Irgendwas mit Wind hat es zu tun", wusste einer der Jungen. Gar nicht schlecht: Ein Anemometer ist ein Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit. "Anemos. Das kommt aus dem Griechischen und heißt Wind", erklärte die Umweltpädagogin. "Ihr kennt doch die Anemone?" Stimmt. Anemone, Windröschen.

Auf das Wetter schließen, meinten die Kinder, könne man zum Beispiel, wenn man gut auf die Natur achte: Dunkle Wolken, die über einem dahin ziehen, Pflanzen und Bäume, die sich in eine Richtung neigen, bemooste Rinde. Genauer sei eine Wetterstation, um unterschiedliche Daten aufzunehmen, zu sammeln, zu vergleichen.  

Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung, Sonnenstunden und Wassermenge konnten die Kinder auf dem Gelsenwasser-Gelände messen. Wenn das Norden ist, begann Polti, "dann haben wir jetzt Westwind", ergänzten die Kinder. "Und das bedeutet nichts Gutes", wusste die Umweltpädagogin, und deutete nach oben. Dicke, schwarze Wolken rasten im Affenzahn über die Gruppe hinweg. "Gleich regnet's!", war noch nicht ausgesprochen, als die ersten Regentropfen fielen.