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Büffeln statt Büfett

Haltern Die Mittagsration mancher Schüler verbrutzelte am Montag auf dem heimischen Herd.

07.08.2007

Ohne Schonfrist wurde auch für die jüngeren Jahrgänge am Gymnasium der Unterricht in der siebten Schulstunde eingeführt. "Das ist der Einstieg. Wir werden immer weiter in den Nachmittag hineinwachsen", bestätigte Schulleiter Johannes Hermsen. Der verkürzte Bildungsgang am Gymnasium auf zwölf Jahre mit bis zu 32 Wochenstunden schon in der sechsten Klasse erfordert diese Ausweitung der Stundentafel. Nur für die fünften Klassen gelingt die Beschränkung auf den klassischen Vormittagsunterricht. "Auf Dauer werden wir das ganze Raster verändern", blickte Hermsen in die Zukunft. Er kann sich zum Beispiel vorstellen, dass der Unterricht am Vormittag nach der fünften Stunde endet und nach einer Pause mit Mittagstisch und Ruhezeit fortgeführt wird. "Sonst macht Nachmittagsunterricht keinen Sinn", betonte er. Als irreal bezeichnete der Pädagoge indes die Wiedereinführung von Samstagsunterricht. Längst hätten sich die Familien an das freie Wochenende gewöhnt. Eine Mehrheit für diese Lösung sei in der Schulkonferenz nicht zu finden. Aus pädagogischen und sozialen Gründen befürwortet Hermsen generell die Ausweitung von schulischen Angeboten auf den Nachmittag: Es werde durch die zeitliche Entzerrung viel Hektik aus dem Alltag genommen. Alle Kinder kämen außerdem in den Genuss von sinnvoller Betreuung. "Wie viele kommen nach Hause, und es ist keiner da?", so Hermsen. Ähnliche Überlegungen spielen auch im Lehrerzimmer der Realschule eine Rolle. Zwar sieht man hier nach Auskunft von Schulleiter Michael Weiand aufgrund des Stundenplans keine Notwendigkeit von Nachmittagsunterricht. Sieben Stunden fallen zum Beispiel in den sechsten Klassen nur einmal pro Woche, im siebten Jahrgang zweimal pro Woche an. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, so Weiand, seien Nachmittagsangebote jedoch pädagogisch sinnvoll. Silvia Wiethoff

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