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DLRG bildete zwei Trümmer-Rettungshunde aus

Prüfung

HALTERN „Such und hilf!“ Der schwarze Sam sprintet los und hält seine Nase tief am Boden. „Geh rauf!“ Sam läuft die halb zerstörte Treppe rauf. „Geh weiter!“ Er läuft bis ganz nach oben, schnuppert auch hier und sucht nach menschlichem Geruch. Hier ist dieses Mal nichts. Er kommt wieder runter und sucht den nächsten Gebäudeteil ab.

30.04.2010
DLRG bildete zwei Trümmer-Rettungshunde aus

Australian Cattle Dog-Hündin »Icing« schnüffelt in der Trümmerwüste nach verschütteten Menschen.

„Such und hilf!“ heißt es auch bei Hündin „Icing“. Sie springt auf die Trümmerteile und schnüffelt in die Tiefe. „Geh rechts!“ Icing sucht sich sofort ihren Weg über die Steinteile. Dann ist sie außer Sicht und arbeitet den Trümmerkegel des völlig zerstörten Hauses ab. „Wau, wau, wau,…“, Sam zeigt mit seinem Bellen dem Hundeführer an, dass er eine Person gefunden hat. „Anzeige!“, ruft die Hundeführerin. Die verschüttete Person kann aus den Trümmerteilen befreit und medizinisch versorgt werden. So läuft der Einsatz von Rettungshunden ab – und auch Prüfungen funktionieren so. Die DLRG-Rettungshundestaffel der Ortsgruppe Haltern hat seit dem vergangenen Wochenende zwei geprüfte Trümmer-Rettungshunde. Die Oer-Erkenschwickerin Anke Tuschhoff mit ihrem Labrador-Rüden Sam und Ilona Schwieter mit ihrer Australian Cattle Dog-Hündin Icing haben unter den strengen Augen der Prüfer diese schwierige Aufgabe gemeistert.

Und dieses Mal war es glücklicherweise nur eine Prüfung – gut für die vermissten Personen und gut für die Rettungshundeteams. Denn vor jedem Einsatz stehen die Überprüfungen der Teams. Das Gebiet war bei der Prüfung sehr anspruchsvoll. Beide Teams mussten innerhalb von 30 Minuten bis zu drei vermisste Personen in unterschiedlich zerstörten Gebäuden aufspüren, wobei den Prüflingen nicht bekannt ist, wie viele Personen tatsächlich versteckt sind. Die Trümmerbereiche mussten einzeln abgearbeitet und von den Hunde-Teams frei gegeben werden. Die beiden Teams besiegelten die sehr umfangreiche Ausbildung mit dieser Prüfung und meisterten die schwierigsten Aufgaben in der Trümmersuche. Die 14 Mitglieder der Staffel treffen sich zwei Mal wöchentlich zum praktischen Training und zusätzlich auch noch zur theoretischen Ausbildung. Für die Trümmer sind auch zusätzliche Übungen z. B. mit THW und Feuerwehr nötig, in denen unter anderem auch das Abseilen mit Hund geübt wird.

Gerade bei solchen Ausbildungen sieht man, wie groß das Vertrauen der Hunde in ihre Hundeführer ist, wenn die Hunde ganz ruhig in ihren Geschirren am Menschen hängen und dieses anscheinend sogar als angenehm empfinden. Sam und Icing zählen schon zu den routinierten Rettungshunden. Sie sind mit ihren Hundeführerinnen bereits mehrfach in der Fläche und in der Wasserortung erfolgreich geprüft.