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Darum liegen unzählige tote Insekten auf dem Bürgersteig der Holtwicker Straße

Hummelsterben in Haltern

Auf dem Bürgersteig am Schulzentrum muss man schon aufpassen, wo man hintritt, wenn man keine sterbenden Hummeln platttreten will. Ein Experte erklärt, warum so viele Tiere dort liegen.

Haltern

, 27.06.2018
Darum liegen unzählige tote Insekten auf dem Bürgersteig der Holtwicker Straße

Unter den Bäumen sterben viele Hummeln. © Kevin Kindel

Unzählige der großen Insekten liegen dort seit einigen Tagen über etwa 20 Meter nah beieinander auf der Erde. Manche versuchen, sich noch aufzurappeln. Die meisten sind bereits tot. Täglich kommen neue dazu. An anderen Ecken der Stadt bietet sich dasselbe Bild.

Das massenhafte Hummelsterben liegt allerdings nicht daran, dass dort womöglich schädliche Stoffe an den dortigen Pflanzen eingesetzt wurden.

Phänomen im Sommer

Niels Ribbrock von der Biologischen Station in Lembeck erklärt, dieses Phänomen komme vor allem an Linden in jedem Sommer vor. „Linden blühen spät und gehören zu den letzten Pflanzen, an denen Hummeln noch Nahrung finden“, sagt Ribbrock. Die Konkurrenz sei groß, viele Tiere streiten sich dort um den Nektar. Weil nicht genug für alle da ist, verhungern die Insekten – das sei jedenfalls der aktuelle Kenntnisstand der Wissenschaftler, erklärt Ribbrock.

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Trockenes und warmes Frühjahr

„Durch das trockene und warme Frühjahr hatten vor allem Wespen und Hummeln gute Karten“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer der Biostation. Deshalb gebe es möglicherweise mehr als in anderen Jahren. Ungewöhnlich sei aber der Zeitpunkt des Hummelsterbens: „Eigentlich ist das ein Phänomen, das im Juli und August auftritt“, sagt Ribbrock: „Jetzt fällt es relativ früh auf. Aber die ganze Pflanzenwelt, auch die Obsternte, ist in diesem Jahr früh dran.“

Nach Ribbrocks Auskunft wird eine einzelne Hummel übrigens nur 30 Tage alt. Nur die Königinnen suchen sich Überwinterungsquartiere.

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