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"Der Wille der Eltern wird berücksichtigt"

Haltern Eine integrative Klasse an der Flaesheimer Grundschule wäre Claudia Cremers Wunsch für Tochter Enya gewesen. Seitens der Schulaufsichtsbehörde wurden aber andere Lösungen vorgestellt.

30.08.2007

"In Haltern gibt es eine Schwerpunkteinrichtung, die Martin-Luther-Schule", erläutert Schulamtsdirektor Dieter Voss. Hierdurch sei eine besondere Förderung der Kinder möglich. Eltern, so Voss, seien jederzeit eingeladen, das Gespräch mit seiner Behörde zu suchen und ihre Argumente vorzubringen. "Wir nehmen den Elternwillen ernst." In jedem Fall werde versucht, eine einvernehmliche Lösung mit den Eltern zu finden. Käme ein Kind nicht in der integrativen Gruppe zurecht, sei jederzeit der Übergang auf eine Förderschule möglich. Dies sei andersherum nicht so einfach.

Über die Einrichtung einer integrativen Gruppe an einer weiteren Schule sei nicht entschieden worden: "Wir müssen sehen, was leistbar ist." Allein personell/finanziell sei die Einrichtung solcher Gruppen nicht an jeder Schule machbar. Schade findet dies auch Elisabeth Bevermann, Leiterin des Kindergartens Heilig Kreuz. Hier wurden zu diesem Schuljahr erstmals Kinder aus einer integrativen Gruppe an die Schule überwiesen. Sie kann die Eltern gut in ihrem Wunsch verstehen: "Warum bieten wir erst integrative Gruppen an, wenn wir die Kinder dann in der Schule doch wieder auseinanderreißen?" Insgesamt hatten vier Elternpaare den Antrag auf integrativen Unterricht in Flaesheim gestellt. Bevermann vermutet, dass fürs nächste Schuljahr erneut ein Antrag kommt.

Fachkräfte helfen

An der Martin-Luther-Schule werden zurzeit 14 Kinder integrativ unterrichtet. Betreut werden die Klassen von einer Klassenlehrerin sowie einer Sonderschullehrerin. Hinzu kommen drei Zivis als Integrationskräfte. In der integrativen Klasse, die gerade eingerichtet wurde, werden sechs behinderte Kinder gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern unterrichtet. Die Klassenstärke beträgt 25.

Heike Riemann

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