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Die Bäume waren seine Freunde

Ein Besuch im Atelier Hermann Moog

19.05.2007

Haltern Der internationale Museumstag am morgigen Sonntag steht unter dem Motto «Museen und ihr kulturelles Erbe». Inspiriert von der erfolgreichen Aktion «kunstraum vest recklinghausen» beteiligt sich Haltern mit sechs Beiträgen. Eine Station auf dem Weg durch die Kunst ist das Atelier Hermann Moog in Lünzum. Dort stellt Professor Dr. Hildegard Reitz die letzten Bilder des Halterner Malers vor. Die wenigen Exponate dieser Ausstellung, durch die sie zwischen 10 und 18 Uhr führt, zeigen noch einmal Beispiele für alle großen Themen Moogs. Sie stammen aus der letzten Lebensphase zwischen 1970 und 1973. Da sind beispielsweise die Bäume - als Gestalten in der Landschaft sparsam charakterisiert: Die hohen Kiefernstämme im weißlichen Licht, die alten Bäume im Frühling... «Die Bäume sind meine Freunde», hat Hermann Moog einmal gesagt. Und da sind die Spiegelungen am Steilufer oder im Venn, die Felder und die Heidelandschaften und schließlich die weiten Horizontbilder. Hermann Moog entwickelte, vertiefte und überhöhte einen Realismus der einfachen Alltäglichkeit zu einer Kunst demütiger sinnlicher Betrachtung. «Die Bilder können sein wie unser Gedächtnis im geistigen Bewahren von Lebensraum, von dem wir viel wissen und, wie Hermann Moog meinte, mehr erleben sollten, weil wir als Teil der Natur von uns selbst inhaltlich etwas erfahren könnten», sagt Professor Dr. Reitz. In seinen Bildern von Baum und Gewässern, von Feld und Wald, von Horizont, Himmel und Licht finde er trotz Krieg und Krebs, wie er einst notierte, Harmonie, Ausgewogenheit der Spannungen, Ahnung vom Ursprünglichen und Hoffnung auf Leben. esc

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