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Ein kleiner, großer Schritt

HALTERN Durch eine beispiellose Zusammenarbeit des Natur- und Vogelschutzvereins und der Nachbarschaft Ho-Ta-Lü wurde am Samstagvormittag die Holtwicker Wacholderheide renaturiert.

von Von Niklas Schenk

, 16.12.2007
Ein kleiner, großer Schritt

"Was hier geleistet wurde, ist super, mit solch einem Ergebnis habe ich nicht gerechnet", lobte Jochen Ahlers vom Kreis-Umweltamt. Nicht nur bei dem Beamten hatten die Alarmglocken vor wenigen Monaten geschrillt. Schneelasten, Eisregen oder Orkan "Kyrill" hatten den beliebten Wanderort in Holtwick verwüstet. Innerhalb von knapp zwei Monaten wurde nun ein blühendes Biotop geschaffen.

Spontane Hilfsaktion

"Solch eine große Aktion gibt es vielleicht alle 15 Jahre mal", betonte Ahlers. Der Diplomingenieur für Landespflege war zuerst davon ausgegangen, für die Sanierung Firmen zu engagieren. "Doch dann hat sich die Nachbarschaft spontan bereit erklärt mitzuhelfen", so Ahlers. Unter der Leitung des Holtwickers Helmut Siems und der Landschaftsökologin Heike Kalfhues wurden Ende Oktober die ersten Bäume gefällt. Entscheidend war jedoch die Mithilfe des Natur- und Vogelschutzvereins, der Heidekraut mähte, die nun als Keimbeet für den Wacholder fungieren soll. Mehr als 30 Helfer, darunter auch zahlreiche Kinder, verteilten den Samen auf der Heide. "Unser Vorbild ist natürlich die Westruper Heide, wir wollen sozusagen die kleine Schwester der Westruper Heide werden", erläuterte Ahlers. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Kontinuierliche Weiterarbeit an dem Großprojekt ist entscheidend. "Die Heide muss nun langjährig gepflegt werden, sonst haben wir hier bald wieder einen Wald", warnen Ahlers und S iems. Um die Keime vor Schafen und Kaninchen zu schützen, sollen in Zukunft Abdeckungen geschaffen werden.

Ziel noch nicht erreicht

Nach der Aktion blickte Koordinatorin Heike Kalfhues zufrieden zurück: "Als ich 2004 meine Diplomarbeit über diese Heide geschrieben hab, habe ich mir eine solche Entwicklung nicht erträumt", betonte sie.

Das große Bemühen der Nachbarschaft sei belohnt worden: "Wir können für den Moment zufrieden sein und hoffen nun auf einen langwierigen Erfolg", so Kalfhues. Ein erster, kleiner Schritt ist geschafft. Bis zur "Schwester der Westruper Heide" ist es jedoch noch ein großer Schritt.

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