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Erneuter Überfall auf Tankstelle

DORSTEN „Gestern haben wir uns noch darüber unterhalten, dass es unwahrscheinlich ist, überfallen zu werden.“ Doch schon wenige Stunden später wurde der Albtraum für die Mitarbeiter der Westfalen-Tankstelle an der Gahlener Straße Realität.

von Von Rüdiger Eggert

, 29.01.2008
Erneuter Überfall auf Tankstelle

Die Westfalen-Tankstelle an der Gahlener Straße wurde in der Nacht zu Dienstag überfallen.

Ein maskierter Täter stürmte gegen 2.14 Uhr am Dienstagmorgen mit vorgehaltener Pistole den Verkaufsraum und raubte einen dreistelligen Geldbetrag. Es war der siebte Überfall auf eine Zapfstation in Dorsten und Marl seit Mitte Dezember.

Stunden später noch ist die Stimmung gedrückt, dem Kollegen, der dem Räuber in der Nacht gegenüber stand, gehört das Mitgefühl. „Ich kenne ihn seit Jahren, er ist ein Freund meines Sohnes. Der hat einen totalen Schock erlitten und ist in ärztlicher Behandlung“, so eine Mitarbeiterin. Der 24-jährige Schermbecker hat schon öfter die Nachtschicht gemacht, niemand hatte es für möglich gehalten, dass die stark frequentierte Tankstelle überfallen werden könnte.

Pistole am Kopf

Zur Tatzeit war der junge Mann gerade am Zeitschriftenständer beschäftigt, als der Türgong ertönte. Sekunden später hatte er schon die Pistole am Kopf. Es blieb ihm keine Zeit, den Alarm auszulösen. Nach Meinung seiner Kollegen muss der Täter die Tankstelle längere Zeit beobachtet haben. Zwischen 2 und 3 Uhr nachts ist hier die ruhigste Zeit. Als gerade kein Kunde anwesend war, stürmte der Räuber über das Tankstellengelände in den Verkaufsraum und bedrohte den jungen Kassierer. „Das ist alles auf den Videos der Überwachungskameras zu sehen“, erklären die Kollegen.

Mehrfach haben sie sich die Bilder angeschaut – und schütteln immer wieder den Kopf über die Dreistigkeit des Räubers. Denn „eine goldene Nase kann sich hier keiner mit einem Überfall verdienen.“ Ist ein bestimmter Betrag in der Kasse, kommt die Mitteilung „Kassenabschöpfung erforderlich“. Dann kommt das meiste Geld in einen Tresor, zu dem niemand Zugriff hat. Auch der Tankstellen-Räuber nicht.

Hier schlug der Täter bereits zu: 

 

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