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Fehler im Hauptversorgungskabel legte Haltern lahm

HALTERN Um 10.22 Uhr fiel der Strom am Freitag für ganz Haltern kurz aus. Sythen, Hullern und Teile der östlichen Innenstadt waren bis 10.58 Uhr ohne Strom.

von Von Berthold Fehmer

, 07.03.2008

„Die Welt ist ein Irrenhaus und hier ist die Zentrale.“ Dieser Spruch hängt hinter Karin Morys Schreibtisch. Am Freitagmorgen sollte der Satz für eine gute halbe Stunde stimmen. Denn Karin Mory ist Empfangsdame bei den Halterner Stadtwerken. Und bei einem Stromausfall, wie er gestern Morgen im Halterner Stadtgebiet auftrat, landen alle Beschwerdeanrufe direkt bei ihr. Von 10.22 bis 10.58 Uhr stand Karin Mory unter Strom. Pausenlos klingelte es und immer wieder konnte Mory den Anrufern nur versichern, dass die Techniker der Stadtwerke an dem Problem arbeiten würden.

Stromtrassen

„In einem solchen Fall fahren unsere Leute die Stromtrassen ab, um den Fehler zu finden“, erklärte Dirk Schneider, der technische Leiter der Stadtwerke, das Vorgehen. Zwar sei das komplette Stromnetz in Haltern doppelt abgesichert, dennoch dauere es 20 bis 30 Minuten, bis die sieben Techniker alle Trafo-Häuschen abgefahren hätten.

Muffe war schuld

Gegen Mittag war der Fehler identifiziert: Ein Fehler in einem Hauptversorgungskabel, das quer durch Haltern führt, hatte den Stromausfall verursacht. Wo genau der Fehler auftrat, musste mittels eines Kabelmesswagens ermittelt werden. Nachmittags war klar: Eine kaputte Muffe an der Übergabestation Mersch war schuld. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Situation bei Karin Mory wieder beruhigt. Hauptsächlich Firmen hatten angerufen, bei denen die Server abgestürzt waren. Aber auch für kleine Dramen hatte der Stromausfall gesorgt. „Eine Dame rief an, die gerade einen Kuchen im Backofen stecken hatte. Der war jetzt natürlich komplett eingefallen.“

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