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Gemeindespende stützt den Haushalt

HALTERN Es geht aufwärts, doch bei der Evangelischen Kirchengemeinde Haltern ist man wenig optimistisch, dass der Trend anhält.

von Von Heike Riemann

, 04.03.2008
Gemeindespende stützt den Haushalt

Pfarrer Andreas Becker, Ingrid Balke und Karin Ulrichs.

2008 erwartet die Gemeinde erstmals wieder einen leichten Anstieg der Kirchensteuerzuweisungen. Ihre prognostizierte Höhe liegt in diesem Jahr bei 287 460 Euro (Vorjahr 268 550 Euro).

Lagen die Kirchensteuerzuweisungen noch 1997 bei mehr als 360 000 Euro, betragen die Zuweisungen 2008 gerade noch einmal 66,7 Prozent (inflationsbereinigt) des damaligen Wertes. Ein Einschnitt, den die Gemeinde aber, wie Finanzkirchmeisterin Ingrid Balke betont, ohne Personalkürzungen überstanden hat. Den leichten Aufschwung bei den Einnahmen führt Presbyteriumsvorsitzender, Pfarrer Andreas Becker, auf den konjunkturellen Aufschwung zurück. Die Zahl der Kirchenaustritte blieb 2007 im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil. So traten 31 Menschen 2007 aus der Evangelischen Kirche aus (Vorjahr 47).

Drei Glieder mehr

Trotzdem ist die Zahl der Gemeindeglieder von 7703 auf 7706 angestiegen. Grund hierfür ist nach Beckers Ansicht die Tatsache, dass Haltern immer noch Zuzugsgemeinde ist. „Ein ausgeglichener Haushalt“, erläutert Ingrid Balke, „ist aber 2008 nur mit Hilfe der Gemeindespende möglich.“ Die wurde bereits mit einer Höhe von 19 000 Euro in den Haushalt 2008 eingerechnet. Hier hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die Evangelische Gemeinde auf ihre Gemeindeglieder zählen kann. So kamen allein in 2007 rund 28 000 Euro zusammen, die dafür sorgten, dass eine lebendige Gemeindearbeit auch in den Dörfern möglich war.

Am meisten Geld gibt die Gemeinde auch 2008 für den Bereich Erlöserkiche und Gemeindehaus aus. Hierfür werden 85 703 Euro veranschlagt, dann folgen die laufenden Kosten für das Gemeindebüro (51 350 Euro) sowie für die Jugendarbeit (47 821 Euro). Für den Bereich Kindergärten sind 46 582 Euro veranschlagt, wobei dieser Punkt, so Becker, noch am schwersten zu kalkulieren sei. Auch die Gemeinde muss sich auf die Veränderungen durch KiBiz einstellen. Verantwortlich für leichte Kostenanstiege, z.B. im Bereich Kirchenmusik, ist die 2008 anstehende tarifliche Anpassung von Gehältern.

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