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Germanen genießen römische Gaumenfreuden

28.10.2007

Haltern Lange Nacht der Bibliotheken in Haltern: Hemmungslos geben sich vor allem die Germanen in der Stadtbücherei den dargebotenen römischen Kochkünsten hin. Mit kräftigem Aroma überrascht der Aperitif, ein Würzwein mit Honig.

Gerade setzt der vollmundige Tischwein, gereicht im voluminösen Tonbecher, zum Eroberungsfeldzug durstiger Teutonenkehlen an, da kommt es zum tödlichen Zwischenfall. Zwischen Mostbrötchen mit Schmalz und Ziegenkäsebällchen taucht die erste Leiche auf. Aufgespürt von Dieter Zagefka treibt sie auf dem Wasser eines römischen Badehauses. Intrigen und weitere Morde folgen. Doch endgültig lüftet Zagefka das Geheimnis um "Das Orakel des Todes nicht", das er als Buchpate zur langen Nacht der Bibliotheken mitgebracht hat. Kein geneigter Leser soll um seinen Lektürespaß gebracht werden. Allerdings ist Zagefka ehrlich: "Dies war mein erster Roberts", sagt er über den Autor. "Es wird auch mein letzter Roberts sein."

Die Freunde der Stadtbücherei hatten den Spannungsbogen zwischen Küche und Krimis aus dem alten Rom gezogen. Mitglieder des Fördervereins stellten die Bücher vor. So brachte Beate Sauer zum ersten Hauptgang, marinierte Geflügelspieße auf Linsensalat, die Tollkirsche als Tötungswerkzeug mit ins Spiel (Der Geschmack der Tollkirsche).

Gleichzeitig lenkte sie den Blick an den römischen Herd, wo edle Speisen dank der Schwerarbeit bedauernswerter Sklaven entstanden. Immerhin konnte Dr. Annette Böhm, die das Catering ebenso souverän meisterte wie ihre Buchvorstellung (Den Löwen zum Fraß), bei der Zubereitung der alten Rezepte auf moderne Küchenutensilien zurückgreifen. Büchereileiter Bernd Köster indes, der drei Klassiker ans Herz legte (Ben Hur, Quo Vadis?, Ein Kampf um Rom) durfte sich über einen gelungenen Abend freuen. siwi

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