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Großes Interesse an der neuen Überraschungsführung

Römermuseum

HALTERN Das Erdreich birgt manche Überraschung …“ So wie die Führungen an den beiden Ostertagen im gerade wieder eröffneten Museum: Spannend, informativ, unvergesslich. Rund 80 Römer-Fans warteten im Foyer.

von Von Elke Rüdiger

, 05.04.2010

Mit so einer großen Resonanz hatte keiner gerechnet. Es war ein Wagnis, aber die Besucher aufzuteilen und auf später vertrösten? Museumspädagogin Marianne Gorissen begeisterte sie alle, Mädchen und Jungen, Kinder und Erwachsene. Sie sprach die Großen an, vergaß aber nicht, die Kleinen in die Geschichte, Aktionen und das Frage-Antwort-Spiel mit einzubinden. Die Idee der „Ü-Führung“ ist gar nicht so neu, die hat die Museumspädagogin 1997 für die Asterix-Sonderausstellung konzipiert.

Wie bei einer archäologischen Ausgrabung ist auch bei einer Ü-Führung nicht vorherzusehen, welcher Fund der nächste sein wird. Sondern die Teilnehmer und der Zufall bestimmen, welche Exponate in welcher Reihenfolge beim Rundgang besprochen werden. Aus dem Ü-Eimer werden „heutige Dinge“ gezogen und in Verbindung mit der Zeit der Legionäre vor rund 2000 Jahren gezogen. Der Weg am Sonntag führte vom Legostein zur Glühbirne, Cola-Dose, „Rostfrei“ und Stiftungstafel, CD zum Hundehalsband über Schloss und Kondom zur Pulmoll-Dose. Mittels dieser Begriffe gestaltete Marianne Gorissen einen 90-minütigen Streifzug in die Zeit um Christi Geburt. Angefangen beim Legostein, das Synonym für Häuslebau, Leben in Zelten, in Häusern und im Lager bis zur Bautechnik rundete eine Pulmoll-Dose die Führung am „Valetudinarium“ (Gesundheitshaus) ab. Gesundheit und Fitness waren das höchste Gut römischer Legionäre; beides zu erhalten war oberstes Gebot.