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Haltern im Sog der Emscher- Lippe-Region

Arbeitsplätze gingen verloren

17.05.2007

Haltern Viele Arbeitsplätze in der Stadt Haltern sind im letzten Jahrzehnt verloren gegangen. Ein Trend, der sich auch im letzten Jahr fortsetzte, während andere Städte im Umfeld den Wirtschaftsaufschwung nutzen konnten und ihre Beschäftigtenzahl steigerten. Die IHK Nord Westfalen hat die Beschäftigtenentwicklung im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region untersucht und dabei deutliche Unterschiede festgestellt. Während die Zahl der Beschäftigten im Münsterland zwischen 1995 und 2006 um 3,1 Prozent gestiegen ist, musste die Emscher-Lippe-Region, zu der auch Haltern zählt, einen Verlust von 16,7 Prozent hinnehmen. Haltern hat seit 1995 insgesamt 349 Arbeitsplätze verloren. 2006 lag die Gesamtzahl bei 5983. Auffällig ist dabei, dass die Tendenz bis zum Jahrtausendwechsel noch positiv war. Zwischen 1995 und 2000 stieg die Zahl der Beschäftigten um 184 (2,9 Prozent). Im Sog des Strukturwandels in der Emscher-Lippe-Region gingen danach aber auch in Haltern viele Arbeitsplätze verloren: 533 in den letzten sechs Jahren. Im Vergleich zu den Nachbarstädten des Kreises Recklinghausen schneidet Haltern aber noch recht gut ab. Dorsten verlor in den letzten sechs Jahren mehr als 5000 Beschäftigte (minus 28 Prozent). Im gesamten Kreis Recklinghausen gingen in diesem Zeitraum rund 21 000 Beschäftigungsverhältnisse verloren. Laut IHK habe sich die Region deutlich von der gesamtwirtschaftlichen Situation abgekoppelt, so dass sie auch im letzten Jahr nicht vom Aufschwung profitieren konnte. Über ein Jahrzehnt habe das Vest 47 000 Arbeitsplätze verloren. Lediglich Bottrop sei es gelungen, die Zahl der Arbeitsplätze mit 30 000 nahezu auf demselben Niveau zu halten. In einer anderen Liga spielt Münster als Oberzentrum und überregional bedeutsamer Arbeitsort. Hier arbeitet gut ein Viertel (130 000) aller Beschäftigten des Münster- landes. thl

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