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Halterner Schornsteinfeger entfernen Dohlennester

Glücksbringer gegen Pechvögel

HALTERN Allein letzte Woche hat Bezirksschornsteinfeger Udo Vierhaus (44) in Lippramsdorf vier Dohlennester entfernt. Eigentlich nisten die kleinen Vögel aus der Gattung der Raben und Krähen in Kolonien in Hohlräumen von Bäumen, Klippen und alten Gebäuden, aber eben auch in Kaminen und Schornsteinen.

von Von Inga Tawadrous

, 29.04.2010
Halterner Schornsteinfeger entfernen Dohlennester

Die Nester von Dohlen können gefährlich werden.

„Man merkt schon, dass wir zurzeit viel mehr zu tun haben“, sagt Vierhaus. Eigentlich rate er seinen Kunden, Dohlengitter schon im Vorfeld auf den Schornsteinen anzubringen.„Sobald schwarze Vögel herumfliegen sieht, kann es schon zu spät sein.“ Weil der Winter so kalt war, seien die bis zu 40 Zentimeter großen Vögel in diesem Jahr etwas später gekommen als sonst. Von Ende März bzw. Anfang April bis die Brutzeit vorbei ist, müssen die Hausbesitzer besonders achtsam sein. „Teilweise sind die Nester so groß, dass wir nach der Säuberung zwei große Mülltüten voll hatten“, schildert Vierhaus.

Würde man die Nester nicht rechtzeitig entfernen, so könne es fatale Folgen haben, so der Schornsteinfeger. „Die Abgase können nicht mehr abziehen und es kann zu einer Kohlenmonoxidvergiftung kommen“, betont der Profi. „Bei einer Gasheizung merkt man das nicht mal.“ – „Bei einer Ölheizung dagegen entsteht Rauch und es stinkt.“ Auch Michael Wollbrink, der tagtäglich zwischen Lavesum und Sythen unterwegs ist, hat in den vergangenen Wochen mindestens 30 Dohlennester entfernt. „Bis jetzt hatten die Leute immer Glück, dass wir rechtzeitig gekommen sind. In Marl war es vor zwei oder drei Jahren sogar zu einem Todesfall gekommen“, erinnert sich der 45-Jährige.