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Halterner wegen Diebstählen und Körperverletzung verurteilt

Amtsgericht

HALTERN Gleich wegen mehrerer Diebstähle sowie Körperverletzung musste sich ein 25-jähriger mehrfach vorbestrafter Halterner vor dem Amtsgericht Marl verantworten. Ob der dreifache Vater Schulden habe, wollte der Richter zuerst von dem jungen Mann erfahren.

von Von Inga Tawadrous

, 26.04.2010

„Ja, mehr als genug“, so der Angeklagte. Dass er seiner Ex-Freundin im Mai 2008 die EC-Karte gestohlen und daraufhin 200 Euro abgehoben habe, gab der 25-Jährige reuemütig zu. Auch was die weiteren Vorwürfe – Körperverletzung, Diebstahl eines Motorrads sowie eines MP3-Players – betrifft, legte er ein Geständnis ab. „Es stimmt. Ich habe geklaut, weil ich dringend Geld gebraucht habe. Für Drogen halt“, so der Hartz-IV-Empfänger. Jeden Tag rauche er zehn Pfeifen Marihuana. „Immerhin ist das nicht mehr so viel wie früher“, sagte der Angeklagte, woraufhin alle Anwesenden nur den Kopf schüttelten. Darunter auch die gesetzliche Betreuerin des Angeklagten, die den Hartz-IV-Empfänger unter anderem bei Behördengängen unterstützt.

„Er hat mir mal einen heftigen Kopfstoß verpasst“, schilderte die beklaute Ex-Freundin des Angekagten und Mutter seiner zwei Kinder. „Wir beide waren an dem Tag aber schlecht drauf, außerdem habe ich ihn provoziert“, gab die 21-Jährige zu. Die 200 Euro habe er ihr bereits zurückgezahlt. Schmerzensgeld wolle sie jedoch nicht von ihm: „Mit dieser Anzeige wollte ich ihm nur beibringen, dass man die Mutter der eigenen Kinder nicht schlagen soll.“ Der Angeklagte habe große Angst davor, ins Gefängnis gehen zu müssen, schilderte die Betreuerin, bevor der Halterner letztendlich zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung verurteilt wurde. Außerdem muss er 250 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. „Sollten Sie bereits im Januar dieses Jahres etwas angestellt haben, so bleibt ihnen der Knast nicht erspart“, betonte der Richter.