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Hegegemeinschaft: Weniger Wildschweine in der Haard

Flaesheim

FLAESHEIM „Stagniert die Wildschweinpopulation in der Haard?“ Diese Frage beantworteten sich die Jäger der Hegegemeinschaft Haard/Haardvorland bei ihrer Jahreshauptversammlung im Jägerhof.

von Von Arno Pomplun

, 28.04.2010
Hegegemeinschaft: Weniger Wildschweine in der Haard

Begutachtung der Trophäen (v.l.): Forstamtsleiter Kersten Blaschczok, Ingo Lewing, Jürgen Trogemann und Gastredner Peter Markett.

Beobachtungen hatten ergeben, dass in letzter Zeit die Aktivitäten der Schwarzkittel im Waldgebiet der Haard spürbar nachgelassen hatten. Auch das Streckenergebnis des vergangenen Jagdjahres mit 106 Stück fiel gegenüber der vorherigen Jagdperiode erheblich geringer aus.

„Wenn sich diese Vermutung als richtig erweist“, erklärte der Vorsitzende der Hegegemeinschaft, Ingo Lewing aus Marl, „ dann sind wir unserem Ziel, den Schwarzwildbestand zwecks Reduzierung der Wildschäden in der Landwirtschaft und vor allem zur Vermeidung der Schweinepest zu verkleinern, ein großes Stück näher gekommen. Es könnte aber auch die Ruhe vor dem Sturm sein“, gab Lewing zu bedenken.   "Der heftige Winter hat natürlich auch den Sauen mächtig zugesetzt. Das Futter war knapp und so mancher frühgeborene Frischling wird die tiefen Minustemperaturen nicht überlebt haben. Aber bei einer Vermehrungsrate von bis zu 300 von Hundert könnten die Bachen, Groß und Klein, den Verlust schon bald wieder ausgleichen. Wir müssen also für den kommenden Sommer wachsam bleiben“, erklärte er abschließend. Zuvor hatte Revierjagdmeister Peter Markett aus dem Kreis Ascheberg über das Damwild, der größten Wildart in der Haard, referiert und das gemeinsame Hegeziel der Jäger, einen gesunden und stückzahlmäßig überschaubaren Bestand zur Vermeidung von Wildschäden einzuhalten, begrüßt. Die Auswahl der erlegten Damhirsche zeige, dass die Hegegemeinschaft auf dem richtigen Weg ist. Insgesamt wurden 28 Stück Damwild geschossen.

„Verringert hat sich Gott sei Dank“, so Lewing, „auch die Zahl der getöteten Rehe im Straßenverkehr. Von den 62 tot aufgefundenen Tieren verendeten 50 auf den Straßen (Vorjahr 81). Insgesamt ist die Jagdstrecke beim Rehwild mit 291 Stück gegenüber dem Vorjahr (367 Stück) erheblich zurückgegangen. Auch hier könnte der starke Winter mit verantwortlich sein“, erklärte der Vorsitzende abschließend. Außerdem wurden im gleichen Zeitraum in der Hegegemeinschaft 183 Füchse, 154 Feldhasen, 591 Wildkaninchen, 97 Fasane, 1570 Ringeltauben, 34 Wildgänse, 426 Stockenten, 183 Aaskrähen und 80 Elstern geschossen. Abgesehen von den Stockenten war bei allen anderen Tierarten ein zum Teil erheblicher Rückgang zu verzeichnen.