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Kinder besuchten den Regenwurm

Lippramsdorf

LIPPRAMSDORF Die quietschgelben Gummistiefeln versinken im plätschernden Wasser. Die kleinen Hände wühlen eifrig im Matsch herum. „Das ist ja ein fettes Viech“, ruft die achtjährige Lynn plötzlich.

von Von Inga Tawadrous

, 08.04.2010
Kinder besuchten den Regenwurm

Die Kinder hatten am Bach viel Spaß.

Ganz ohne Berührungsängste und Ekel beobachtet sie all die Tiere, dessen Zuhause der Gecksbach ist. Aber auch den anderen 20 Kindern macht dieser Mittwochnachmittag „tierisch“ viel Spaß.

Die Erwachsenen, die dies beobachten, schimpfen nicht. Der eine oder andere krempelt sogar die Ärmel hoch, nimmt ein Sieb und fängt gemeinsam mit den Knirpsen die winzigen Tierchen. So auch Dagmar Huesmann und Mechthild Gerding, Mitglieder der Naturschutzgruppe des Heimatvereins, die den Umweltbus Lumbricus der Natur- und Umweltschutzakademie NRW nach Haltern eingeladen haben. „Lumbricus ist die wissenschaftliche Bezeichnung für einen Regenwurm“, erklärt Umweltpädagogin Regina von Oldenburg den neugierigen Wasserforschern. Ferner rät die Projektleiterin den Acht- bis 13-Jährigen, behutsam mit den Wassertieren umzugehen. „Ihr sollt sie nicht pürieren wie Apfelmus, sondern nur ganz vorsichtig mit dem Pinsel berühren.“ Die 46-Jährige weiß eben, wie man Kinder für die Natur begeistern kann.

„Wissen kann man nicht nur durch Zahlen und Fakten, sondern auch durch Erlebnisse vermitteln“, erklärt von Oldenburg den Sinn des Projektes. Dass dies tatsächlich ein besonderes Erlebnis ist, steht den kleinen Forschern in den schmutzigen Gesichtern und fröhlichen Augen geschrieben. Lynn hat gleich mehrere Gecksbach-Anwohner gesammelt: „Keine Ahnung, wie sie alle heißen.“ Macht nichts. Denn im Umweltbus, der neben dem Bach steht, gibt es alles, was man für die Bestimmung der Tiere braucht. Nun weiß Lynn, wie z.B. ein Bachflohkrebs aussieht.