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Kinder halfen, mehr als 4000 Buchen zu pflanzen

HALTERN Die Klasse 5d der Realschule half am Dienstag mit, in der Nähe des Forsthofs Haard mehr als 4000 Buchen zu pflanzen.

von Von Florian Evers

, 04.03.2008
Kinder halfen, mehr als 4000 Buchen zu pflanzen

Annika Till (11), Larissa Terbrack (11) und Mona Bachorz (12) haben gerade eine Buche gepflanzt.

Etwa ein Jahr nach dem Orkan „Kyrill“ sind die Schäden noch lange nicht beseitigt. Landrat Jochen Welt: „Man merkt aber, wenn man durch die Haard geht, dass sich schon viel getan hat.“ Etwa 30 Kinder der Realschule leisteten dazu gestern tatkräftige Unterstützung. 

 Ab halb neun Uhr morgens setzten die Schüler 80 bis 120 Zentimeter hohe Bäumchen in die Löcher ein, die von den Mitarbeitern des RVR (Regionalverbandes Ruhr) mit Erdbohrern gegraben wurden. Die Kinder hatten zuvor im Unterricht über das Projekt gesprochen. Lehrerin Stephanie Lehning: „Damit sie einen Plan von dem haben, was sie hier überhaupt machen.“

Ein bisschen gewackelt

„Erst werden die Wurzeln ganz unter die Erde gehalten. Dann kommt ein wenig Erde dazu und dann wird ein bisschen gewackelt, damit kein Hohlraum entsteht“, erklärt der elfjährige Andre Ahnert. Anschließend wurde das Loch bis obenhin mit Erde zugeschüttet und „festgetrampelt“. Gestiftet wurden die Bäumchen von der Fielmann AG und der Stiftung „Wald in Not“, das Einpflanzen vom RVR organisiert. Bürgermeister Bodo Klimpel freute sich über die Einsatzbereitschschaft der Kinder und Jochen Welt war begeistert von der Vorstellung, dass die Schüler die Bäume in 25 Jahren ihren Kindern zeigen könnten. Klimpel: „Dann überlegen die bestimmt: ‚Wie hieß damals denn noch mal der Bürgermeister?‘"

Gegen „Kyrill“ war „Emma“ am Wochenende ein laues Lüftchen und blieb ohne nennenswerte Folgen für den Wald. 180  Hektar komplett kahle Flächen ließ hingegen „Kyrill“ in der Haard und der Hohen Mark zurück. Der RVR wird diese Gebiete in den kommenden drei Jahren mit mehr als 300 000 Pflanzen, überwiegend Laubbäumen, aufforsten.

 

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