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Kurz und knackig: Diskussionsabend mit Landtagskandidaten

Politik

HALTERN Vier Landtagskandidaten, vier Tische, viermal 20 Minuten Gesprächszeit gleich politisches Speed-Dating. So gestaltete die KAB Haltern unter Leitung von Detlef Völkering am Donnerstagabend eine Diskussion mit Josef Hovenjürgen (CDU), Hans-Peter Müller (SPD), Thorsten Winskowski (Bündnis 90/Die Grünen) und Simon Avakian (FDP).

von Von Silvia Wiethoff

, 16.04.2010

 Nur jeweils fünf Minuten blieben den Kandidaten, um in einer Vorstellungsrunde die eigene Person und das Parteiprogramm vorzustellen. Dann sollte es ans „Eingemachte“ gehen. „220 000 weniger Arbeitslose als 2005, 250 000 sozialversicherungspflichtige Jobs mehr“ – Politprofi Hovenjürgen brauchte nicht einmal fünf Minuten, um seine Botschaft an Frau und Mann zu bringen: Die Landesregierung macht ihre Sache gut und sollte beauftragt werden, ihre Arbeit fortzusetzen.Schwerpunkte seien vor allem in der Bildungspolitik gesetzt worden. „Ich kämpfe dafür“ beantwortete der Kandidat, der als einziger bereits im jetzigen Landtag vertreten ist, die Frage, ob es für ihn am 9. Mai wieder eine Direktwahl geben werde. Thorsten Winskowski hofft für die Grünen, dass sie wieder Verantwortung übernehmen dürfen. Er warb vor allem für die Bildungspolitik der Grünen, die ein gemeinsames Lernen aller Kinder (auch von Behinderten) vorsehe. Außerdem setzt er auf den so genannten „Green New Deal“ und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Umweltbereich, zum Beispiel bei der Nutzung erneuerbarer Energien.

„Mit aller `Kraft´ an die Regierung“ will Hans-Peter Müller mit der SPD. Auch bei ihm spielte das Thema Bildung eine wichtige Rolle. Kostenlos sollte diese sein – von der Kindertagesstätte bis zum Studium. Neben dem Mittelstand brauche das Land nach wie vor die Industrie. „Nur vom gegenseitigen Haareschneiden können wir nicht leben“, erklärte Müller. Mittelstand und kleine Unternehmen nahm Simon Avakian in den Fokus. Die Liberalen wollten bürokratische Hürden für Existenzgründer abschaffen und NRW zum Innovationsland Nummer eins machen. Er lobte die Halterner Innenstadt, die „kein 08/15-Bild“ abgebe. Wie in ganz Nordrhein Westfalen sollte das dreigliedrige Schulsystem auch in Haltern erhalten bleiben und sich die Hauptschule stärker mit der Wirtschaft vernetzen.