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Lead Zeppelin: Erstaunlich nahe an den Idolen

HALTERN "Lead Zeppelin" begeisterte am Samstagabend im Trigon rund 100 Zuchauer. Die Musiker kamen ganz nah ran ans große Vorbild.

09.03.2008
Lead Zeppelin: Erstaunlich nahe an den Idolen

Reinhold Durand (l.) und Wolfgang Overheid ließen die Gitarren erzittern.

Eine knappe Weste über dem nackten Oberkörper, enge Hose, wallende Haare. Optisch war Markus Poschmann gar nicht so weit entfernt von Robert Plant in dessen besten Jahren. Doch die Ähnlichkeiten zwischen der britischen Legende und dem Frontmann von „Lead Zeppelin“ beschränkten sich am Samstagabend nicht auf Äußerlichkeiten. Vor fast zwei Jahren wurde Drummer Roby Misiejuk bei seiner Suche nach Gleichgesinnten endlich fündig. Zuvor hatte er in Eigenregie die Schlagzeug-Elemente von „Led Zeppelin“-Stücken nachgespielt. Nun war man zu viert und gerüstet für Live-Gigs. Doch bevor diese kamen, blieben die Türen des Proberaumes zunächst ein Jahr verschlossen.

Authentizität

Denn „Lead Zeppelin“ stellt hohe Ansprüche an sich selbst und an die Authentizität des eigenen Tuns – das fängt schon bei den Instrumenten an. Zum Beispiel kamen im Trigon bei vereinzelten Stücken Mandoline, Theremin und auch die berühmte zweihalsige Gitarre zum Einsatz, zu der schon Jimmy Page griff. Es war das Besondere dieses Abends, dass die vier Musiker aus Moers und Umgebung erstaunlich nahe an ihre Idole herankamen.

In der ersten Hälfte dominierten schnelle kraftvolle Stücke das Konzert. „Immigrant Song“ war ein perfekter Einstieg, kam später noch mal als Zugabe. Ungefähr zur Halbzeit gab es dann einen Akustikteil. Auf Stühlen saßen die Musiker vor ihren Mikros und zeigten bei der Darbietung von „Tangerine“, dass auch zarte Liebespoesie zum Werk von „Led Zeppelin“ gehört. Stille machte sich unter den rund 100 Zuschauern breit, ein Fan setzte sich leicht nachdenklich an den Bühnenrand. Nahtlos schloss sich das an, worauf wahrscheinlich viele gewartet hatten: Fünf Gänsehaut-Minuten lang erklommen Band und Publikum den „Stairway to heaven“.

Mit „Moby Dick“ samt Schlagzeug-Solo, „Whole lotta love“ und vielen Zugabe-Rufen endete ein denkwürdiger Abend. Im Vorprogramm präsentierten Markus Fahrendorf und Thorsten Drees von „all-out“ ein Unplugged-Set mit Akustikgitarre und Gesang. Dabei standen vor allem rockige Klänge im Vordergrund – mit eigenen Liedern sowie Covern unter anderem von Pearl Jam und den Foo Fighters.

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